Der Kauf der Schweizer Steuersünder-CD eröffnet aus Sicht der Bayernpartei völlig neue Möglichkeiten für eine moderne Verbrechensbekämpfung. Wo der Staat durch spießige Gesetze an altmodische rechtsstaatliche Grundsätze gebunden ist, muss er sich eben der Unterstützung von Privatleuten bedienen. Das verbessert sogar die innere Sicherheit: Denn Straftaten, die andere Straftaten aufdecken, sind nichts Verwerfliches mehr.
Die BP fordert daher folgende weitere Maßnahmen:
1. Verdächtige werden nicht mehr nach den viel zu laxen Vorschriften der Strafprozeßordnung verhört, sondern durch speziell angeheuerte Schlägertrupps.
2. Rotsünder im Straßenverkehr können jederzeit gegen Provision bei der „richtigen“ Polizei abgeliefert werden. (Bitte nur in die Reifen schießen.)
3. Wozu ein bürokratischer richterlicher Durchsuchungsbefehl, wenn es talentierte Menschen gibt, die mit einem Brecheisen und etwas Geduld jede Wohnungstür aufhebeln können?
4. Statt eines teuren Bundestrojaners werden ein paar jugendliche Hacker beauftragt, per Internet in alle erreichbaren PCs einzudringen – irgendwas Brauchbares ist immer dabei.
5. Unter der Bezeichnung „Gerichtsvollzieher Premium“ können fällige Schulden künftig mit bewährten Mafia-Methoden eingetrieben werden. Betonschuhe und Pferdekopf gegen Aufpreis.
6. Zur Verbesserung des Jugendschutzes werden alle 16-Jährigen auf Wunsch mit gefälschten Ausweisen ausgestattet, damit sie testweise Alkohol kaufen, gewalttätige Filme ausleihen und bis zum Morgengrauen in der Disco bleiben können. Die jeweiligen Betreiber werden dann entsprechend mit Bußgeldern bedacht.
7. Der Hartz-IV-Nachbar arbeitet nebenbei schwarz? 1000 Euro Fangprämie! (Bitte mit Fotobeweis oder Mitschnitt eines Telefongesprächs.)
8. Kommt Ihnen ein eBay-Angebot verdächtig günstig vor? Nur zu: Ersteigern, nicht zahlen und das ganze beim BKA abliefern. War’s geklaut, bekommen Sie eine fette Belohnung. Wenn nicht, erhält der ehrliche Verkäufer nach zwei, drei Jahren Ermittlungsarbeit seine Ware zurück.
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