Die Bayernpartei begrüßt ausdrücklich die Aussagen des Präsidenten des Deutschen Lehrerverbands, Josef Kraus. Dieser hatte in einem Interview die zunehmende Entwertung des Abiturs, vor allem in Ländern wie Berlin, beklagt. Allein dort hätte sich die Anzahl von Schülern mit einem 1,0-Abitur in den letzten 10 Jahren vervierzehnfacht. Kraus führte dies auf stetiges Absenken von Ansprüchen zurück und verglich in diesem Zusammenhang Abiturzeugnisse mit „ungedeckten Schecks“. Und er forderte, dass Länder wie Bayern diese Abiturzeugnisse „anspruchsloserer Länder“ nicht mehr anerkennen sollen.

Der Vorsitzende der Bayernpartei, Florian Weber, gab hierzu folgende Stellungnahme ab: „Mit diesen Aussagen rennt Herr Kraus bei uns offene Türen ein. Die bayerische Staatsregierung sollte auf solche Stimmen aus der Praxis hören und ihre Visionen von einem groß- und gesamtdeutschen Abitur endlich begraben. Auch hier in Bayern werden leider Abschlüsse immer mehr zu wertlosen Papierabschlüssen, was etwa die Klagen von Universitäten oder Arbeitgebern, die das Niveau der Absolventen bemängeln, zeigen. Ein Umsteuern ist hier dringend erforderlich und das ist in Bayern allein schwer genug. Der Versuch, Länder wie Berlin mit jahrzehntelangen Versäumnissen und ideologiegetriebener Niveau-Absenkung ins Boot holen zu wollen, ist von Anfang an zum Scheitern verurteilt.

Der Vorschlag, beispielsweise Berliner Abiturzeugnisse nicht mehr anzuerkennen, findet unsere volle Zustimmung. Dieser würde die jahrzehntelange Diskriminierung bayerischer Abiturienten – etwa bei der Vergabe von Studienfächern mit Numerus Clausus – endlich beenden.“

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