Auf ihrer letzten Sitzung hat die Europäische Zentralbank beschlossen, den Leitzins weiterhin bei 0% zu belassen. Zudem will sie weiterhin Staatsanleihen kaufen. Und das obwohl hierzulande die Inflation mittlerweile bei 2%, teilweise bereits darüber liegt.

EZB-Präsident Draghi ließ bereits wissen, es sei für eine Zinswende „zu früh“ und das Ganze werde noch lange weiter laufen. Um das zu rechtfertigen, halluziniert man sich in Frankfurt eine „Kernrate“ der Inflation zusammen, bei der die Teuerungseffekte der „Hauptpreistreiber“ Energie und Nahrungsmittel aus der Inflationsermittlung herausgerechnet werden. Mit solchen Taschenspielertricks werden sich immer Gründe finden, diese expansive Geldpolitik fortzusetzen. Die Frage muss erlaubt sein, ob die Bevölkerung nach der Meinung der Währungs“hüter“ hungern und frieren soll.

Der Vorsitzende der Bayernpartei, Florian Weber, kommentierte: „Der währungspolitische Amoklauf geht also in die nächste Runde. Überraschend ist das nicht, haben sich doch viele Regierungen in der EU an die Droge „billiges Geld“ gewöhnt. Die EZB kauft weiterhin Zeit, die die Regierungen dann ungenutzt verstreichen lassen. Dabei steigen die Risiken täglich und die Zeche bezahlen die Sparer hierzulande. Gerade weil wir überzeugte Europäer sind, sind wir gegen diesen Euro. Denn ein Kollaps der Gemeinschaftswährung würde die europäische Zusammenarbeit um Jahrzehnte zurück werfen. Und erneut zeigt sich, dass Zentralismus keine dauerhaften Lösungen bietet, auch in der Währungspolitik nicht.“

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