Nach den Ereignissen der Silvesternacht in Köln steigt der öffentliche Druck auf die politischen Entscheidungsträger, die Probleme nun endlich anzupacken.
Und wie üblich verfallen diese nun in hektischen, hilflosen Aktionismus – nicht zuletzt um genug Staub aufzuwirbeln, damit die eigene Verantwortung vernebelt wird.
Und so schlägt der SPD-Bundesvorstand als Lösung – explizit mit Bezug auf die Kölner Vorfälle – allen Ernstes vor „geschlechterdiskriminierende Werbung“ zu verbieten. Dies soll dann zu mehr „Respekt im Alltag“ und einem „modernem Geschlechterbild“ führen.

Wenn es so einfach wäre. Bei den Tätern in Köln handelt es sich nach übereinstimmenden Berichten um junge Männer nordafrikanischer Herkunft. Diese wurden sicher nicht mit „sexistischer Werbung“ sozialisiert, da dergleichen in ihren Heimatländern schlicht verboten ist. Auch der von der SPD konstruierte Zusammenhang mit der Situation in Schweden, wo die Werbekampagnen angeblich viel weniger „sexistisch sind“, geht ins Leere, hat Schweden doch eine weit höhere Vergewaltigungsrate als der Rest Europas und damit auch der Bundesrepublik.
Das Problem liegt also augenscheinlich woanders. Aber für eine echte Lösung müsste man die eigenen Überzeugungen hinterfragen und auch die eigenen Fehler der Vergangenheit benennen. Da holt man lieber alte Ideen aus der Mottenkiste, bevor man die Ideologie in Frage stellt.

Für die Bayernpartei kristallisiert sich eines immer deutlicher heraus: Das derzeitige politische Personal ist weder willens noch in der Lage, auch nur einen Teil der Probleme zu lösen, die es selbst verursacht hat. Echte Lösungen wären unbequem und aufwendig, würden wohl auch weh tun. Irgendetwas verbieten, am liebsten, etwas bei dem man den Beifall der gefühlt eigenen Klientel erwartet, ist da doch viel bequemer. Eines ist es aber nicht: Vernünftig und zielführend.

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