Nun hätte es Kultusminister Spaenle eigentlich schwarz auf weiß: Die Eltern in Bayern wünschen ganz überwiegend ein einheitliches 9jähriges Gymnasium. Bei einer von der Landes-Eltern-Vereinigung unter Eltern von Gymnasiasten und Grundschülern durchgeführten Online-Umfrage, an der sich immerhin knapp 37.000 Väter und Mütter beteiligten, sprachen sich ca. 80% für ein G9 aus. Der Vollständigkeit halber: Etwa 11% votierten für ein G8 und nur etwa 9% wünschen das vom Kultusministerium präferierte Modell eines grundsätzlich 8jährigen Gymnasiums mit entsprechendem Lehrplan, das einzelne Schulen auch als 9jährige Variante anbieten können.

Und was macht Herr Spaenle daraus? Er läßt wissen, er nehme das Ergebnis der Umfrage ernst und es fließe selbstverständlich in die Entscheidungsfindung ein, erklärt aber im nächsten Atemzug, ein einheitliches G8 oder G9 sei schlicht nicht mehr zeitgemäß und singt das Hohelied von der „Flexiblisierung“ des Lernens.
Natürlich geht es nicht um „Flexibilisierung“. Es geht schlicht und ergreifend um christsoziales Gesichtswahren. Die Rückkehr zum einheitlichen G9 mit entsprechendem Lehrplan würde nämlich das Eingestehen des Scheiterns bedeuten, das Eingestehen eines Fehlers. Und nichts anderes als ein Fehler war und ist das 2004 gegen den Willen der Eltern eingeführte G8.

Die Bayernpartei fordert die möglichst umgehende Rückkehr zum G9, sie ist mehr als überfällig. Die auch in der erwähnten Umfrage zum Ausdruck gebrachten Wünsche der Eltern sind zu respektieren. Die Ideen von „Experten“ aus dem Ministerium haben dahinter zurück zu stehen. Erst recht keine Rolle dürfen die Befindlichkeiten irgendwelcher CSU-Granden oder Abgeordneten spielen, die nach der „Prügel“, die sie zurecht für die Einführung des G8 bekommen haben, dies nun ohne Rücksicht auf Verluste durchziehen wollen. Es geht um das Wohl unserer Kinder und damit um die Zukunft Bayerns.

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