Fasching, Fastnacht, Fasnet oder auch Karneval, die von vielen so geliebte und anderen nicht so geschätzte „Fünfte Jahreszeit“ hat viele Namen und ebenso viele Traditionen. Es ist seit Jahrhunderten eine Zeit, in der die Dinge auf den Kopf gestellt werden, in der auch gegen „die da oben“ humorvoll aufbegehrt wird. So wurde im Mittelalter ein „Kinderbischof“ gewählt, der bis zum Ende der „tollen Tage“ im Amt war. Die rheinländischen Faschingsgarden entstanden als Persiflage auf den preußischen Militarismus, in eine ähnliche Richtung geht das Abschneiden von Krawatten durch Frauen am „unsinnigen Donnerstag“, weswegen dieser Tag auch Weiberfasching genannt wird.

Wesentlicher Bestandteil des Faschings ist das Verkleiden. Indianer, Sultan, Haremsdame die Auswahl ist groß. Aber nicht mehr lange, wenn es nach einem Bündnis geht, an dem federführend die Linkspartei und die staatlich geförderte „Amadeu-Antonio-Stiftung“ beteiligt sind. Jene Stiftung also, die auch bei den Zensurbemühungen von sozialen Netzwerken mitmischt.

Denn zum 11.11.2017, also dem Beginn des nächsten Faschings, soll flächendeckend plakatiert werden. „Ich bin kein Kostüm“ wird da zu lesen sein, weil das Verkleiden beispielsweise als Chinese führt zu Verfestigen von Klischees und ist damit rassistisch.

Die Bayernpartei lehnt diesen Angriff auf unsere Traditionen ab und wir fordern die zuständigen Stellen auf, diesen unsäglichen Einrichtungen, die nichts anderes als den Marsch in eine Gesinnungsrepublik wollen, endlich den Geldhahn zuzudrehen. Das pauschale Verunglimpfen großer Teile der Bevölkerung als Rassisten ist absolut unsäglich. Den Teilnehmern am Dietfurter Chinesenfasching etwa ist völlig klar, dass hier mit Klischees humorvoll gespielt wird und am Aschermittwoch ist ohnehin alles vorbei. Niemand erhebt den Anspruch, dass hier das echte China dargestellt wird.

Politisch korrekter Fasching, der der Huldigung der Obrigkeit dient und bei dem man sich nur mehr im Orwell-Sprech ausdrücken darf, wird nicht funktionieren, wir vertrauen hier auf die Aufsässigkeit der einheimischen Bevölkerung. Schlimm genug, dass aufgrund verfehlter Politik heute Faschingsumzüge zu Hochsicherheitsveranstaltungen werden und dass etwa kleinen Cowboys von der Polizei empfohlen wird, den Spielzeugrevolver zu Hause zu lassen. Man könnte ihn schließlich für einen echten halten.

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