München (ots) – Für die Bayernpartei ist die Zustimmung des Bundeslandwirtschaftsministers Schmidt (CSU) zu einer weiteren fünfjährigen EU-weiten Zulassung des Pflanzengiftes Glyphosat ein Kniefall vor der Chemie-Lobby. Zudem ein weiterer Beleg dafür, wo die CSU ihre Schwerpunkte in der Landwirtschaftspolitik setzt: Nämlich nicht in der bäuerlichen, mittelständischen Landwirtschaft, sondern bei den Agrar-Fabriken, die vornehmlich in den neuen Bundesländern zu finden sind. Denn für die ist der Massen-Einsatz von Gift für ihre Art des Wirtschaftens enorm wichtig.

Der Bayernpartei-Vorsitzende Florian Weber: „Erstaunlich, was plötzlich möglich ist. Da stimmt der deutsche Landwirtschaftsminister auf einmal im Alleingang einer hochumstrittenen Regelung zu. Obwohl er nur noch geschäftsführend im Amt ist und ohne jede politische Debatte. Entgegen der bisherigen Vorgehensweise.

Dass diese Entschlusskraft ausgerechnet bei einem Thema zu Tage tritt, das für die bundesdeutsche chemische Industrie enorm wichtig ist – übernimmt doch der Chemie-Riese Bayer gerade den Hersteller von Glyphosat, Monsanto – ist bezeichnend. Da müssen dann eben die in den Augen der Lobbyisten „kleinen“ Probleme, wie etwa das Insektensterben und die Biodiversität hinten an stehen.

Wir fordern die zuständigen einheimischen Stellen auf, diesen Irrsinnsbeschluss zu unterlaufen und ihren Spielraum so weit als möglich zu nutzen, damit dieser Giftcocktail nicht mehr auf bayerische und deutsche Felder ausgebracht werden kann. Damit auch für zukünftige Generationen die Schönheit unserer Heimat erhalten bleibt.“

Pressemitteilung 28.11.2017

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