Die Fraktionsvorsitzende der Grünen im Europaparlament, Franziska „Ska“ Keller, hat sich zu Wort gemeldet. Nach ihrer Aussage sollen osteuropäische Staaten zur Aufnahme zur Aufnahme größerer Flüchtlingsgruppen bewegt werden. Zur Not könnten sie auch gegen den Willen der dortigen Regierungen dazu gezwungen werden, diese würden schließlich europäisches Recht brechen. Als Beispiel führte Frau Keller an, man könne doch beispielsweise in Lettland ein ganzes syrisches Dorf ansiedeln.

Der Bayernpartei-Vorsitzende Florian Weber kommentierte: „Ich benutze den Ausdruck des Fremd-Schämens eigentlich sehr ungern. Aber hier ist er einmal mehr als angebracht. Wer so mit neo-kolonialem Gestus und mit derart scheinbar überlegener Moral europäische Partner behandelt, nimmt das Ende der europäischen Zusammenarbeit billigend in Kauf. Die osteuropäischen Länder sind aufgrund historischer Erfahrungen verständlicherweise sehr empfindlich, wenn es um ihre Souveränität geht. Sie haben sicher nicht die sowjetische Bevormundung abgeschüttelt, um diese gegen eine neue einer von Deutschland dominierten EU einzutauschen.

Es gibt in meinen Augen auch gar keinen Grund auf diese Staaten herabzusehen; Vertragsbruch beging zuerst die Bundesregierung, als sie die Grenzen öffnete.

Ich würde auch mit solchen Vorschlägen auch aus unserer eigenen Geschichte heraus sehr vorsichtig sein. Die Assoziation zum „Lebensraum im Osten“ ist hier einfach da, wie mir auch mehrere unserer osteuropäischen Partner in Gesprächen versichert haben. Ich möchte Frau Keller keinesfalls in eine solche Nähe rücken, erwarte mir aber einfach mehr Fingerspitzengefühl auf solch vermintem Gelände.“

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