Herr Schmidt hat sich zu Wort gemeldet, genauer gesagt Christian Schmidt. Jene Perle im ohnehin nicht an Perlen armen Kabinett Merkel III. Fällt nicht weiter auf, bekleidet den Posten des Bundeslandwirtschaftsministers. Gehört der CSU an. Besonderes Kennzeichen: Auch politisch Interessierte müssen länger darüber nachdenken, um den Namen „Christian Schmidt“ und „Bundeslandwirtschaftsminister“ gedanklich korrekt zu verknüpfen.

Und Herr Schmidt will verbieten. Nämlich Bezeichnungen wie „vegetarisches Schnitzel“ oder „vegane Currywurst“. Weil dies ist „komplett irreführend und verunsichert die Verbraucher“. Allzu viel Zutrauen in die geistigen Fähigkeiten der Verbraucher hat er offenbar nicht, der Herr Schmidt. Da arbeitet er lieber mit Verboten. Um sie zu schützen, die Verbraucher – ob die das wollen oder nicht.

Derselbe Herr Schmidt übrigens, der beim millionenfachen Küken-Schreddern auf „freiwillige Vereinbarungen“ setzt und die Öffentlichkeit wissen ließ, dies ließe sich derzeit nicht verhindern.

Nach Ansicht der Bayernpartei werden aus dem Landwirtschaftsministerium seit Jahrzehnten falsche Signale geschickt und Fehlanreize gesetzt. Wo die bäuerliche Landwirtschaft Unterstützung verdient hätte, werden Agrar-Fabriken gefördert, Tierwohl bleibt auf der Strecke. Da könnte Herr Schmidt ansetzen. Tut er aber nicht, er eröffnet lieber einen absolut unnötigen Nebenkriegsschauplatz. Vielleicht kann er aber auch nicht anders: Die Mischung aus Inkompetenz, Einknicken vor Lobby-Interessen und dem Produzieren von bevormundenden Unsinn ist vielleicht Einstellungsvoraussetzung für Bundeslandwirtschaftsminister.

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