Derzeit geistern sie permanent durch die Presse – die Fahrzeuge mit Elektroantrieb. Vor allem aus der grünen Ecke kommen die Meldungen, die sie zum Allheilmittel gegen fast alles hochstilisieren. Und da aus der grünen Ecke, natürlich verbunden mit Verbotsphantasien etwa gegen Dieselfahrzeuge und wenn das schon nicht geht, dann wenigstens gegen SUVs oder, oder, oder.

Mit Realität und Vernunft hat das alles wenig zu tun, außer man glaubt fest daran, dass der Strom aus der Steckdose kommt. Denn außer Acht gelassen wird dann etwa die Energie, die zum Bau eines solchen Fahrzeuges und – noch gravierender – der erforderlichen Batterien benötigt wird. So ist etwa eine schwedische Studie zu dem Ergebnis gekommen, dass das neue Lieblingsfahrzeug des Grün-Hipsters, der Tesla, acht Jahre gefahren werden muss, um eine bessere CO₂-Bilanz als ein Diesel-Fahrzeug zu haben. Leider lassen die derzeitigen Batterien nach etwa acht Jahren in der Leistung erheblich nach und müssen ersetzt werden.
Mit den derzeitigen Elektroautos findet also vor allem eine Verlagerung des Problems statt. Natürlich würde die Feinstaub-Belastung in den Städten sinken. Aber um den Preis weiterer Braunkohle-Tagebauförderung und damit der Zerstörung jahrhundertealter Kulturlandschaften. Von den Umständen der Förderung der für den Batteriebau erforderlichen seltenen Materialien, wie etwa Lithium, ganz zu schweigen. Diese finden zum Teil unter menschenunwürdigen Umständen statt, auch tropischer Regenwald wird dafür gerodet.
Die Bayernpartei setzt sich dafür ein, die Diskussion um Elektrofahrzeuge zu versachlichen. Das Ziel kann nicht sein, ideologiegetrieben und verstand-befreit mit Schlagworten eine bessere Welt herbei zu verbieten. Das wird nicht funktionieren. Die Bayernpartei setzt auch auf Elektromobilität – aber langfristig und mit Verstand und Augenmaß.

Pressemitteilung des Landesverbands vom 10.08.2017

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