Natürlich könnte sich die EU auf wichtige Sachfragen konzentrieren. Es fallen einem da viele Beispiele ein: Etwa das Sichern der Grenzen. Oder eine vernünftige Währungspolitik, die die massenhafte Zwangsenteignung einheimischer Sparer verhindert. Oder, oder, oder.

Aber nachdem das nicht klappt, konzentriert man sich in Brüssel auf das Machbare, also auf die Bevormundung der Bürger. Diese müssen nämlich vor sich selbst geschützt werden, sind sie doch in den Augen der Eurokraten offenbar nicht viel mehr als unmündige Kinder.

„Heute haben wir einen wichtigen Schritt zum Schutz von Gesundheit und Wohlergehen der Bürgerinnen und Bürger getan!“, so der litauische EU-Gesundheitskommissar Andriukaitis zu den jüngsten Vorschriften. Es geht allerdings mitnichten um ein Verbot von Glyphosat, hier kann man sich trotz massiver Hinweise auf Krebsgefährdung und auch den Nachteilen für die Tierwelt (Beispiel Bienen) nicht auf eine Einschränkung einigen.

Es geht um Acrylamid. Dieser Stoff entsteht bei großer Hitze in stärkehaltigen Lebensmitteln, also beispielsweise beim Frittieren von Kartoffeln. Und bei durchaus umstrittenen Tierversuchen, bei denen man Ratten und Mäusen sehr hohe Dosen von Acrylamid verabreichte, stellte man auch eine Häufung von Krebserkrankung fest. Die Verabreichung erfolgte aber in so hohen Dosen, dass man die bei normalem Verzehr nicht erreicht.

Je länger nun beispielsweise eine Kartoffel der Hitze ausgesetzt ist, desto höher die Acrylamid-Belastung. Und daraus folgern die Eurokraten messerscharf, dass dann eben Pommes Frites oder Kartoffel-Chips eben nicht mehr knusprig sein dürfen. Und die EU wäre nicht die EU, würde das nicht einen Wust an Bürokratie nach sich ziehen. So gibt es zukünftig „Bräunungstabellen“, die die Hersteller von Offen-Pommes auf ihre Packungen drucken müssen. Die Gastronomie – auch die Imbissbude – wird mit Dokumentations- und sonstigen Vorschriften überhäuft, für die eine oder andere Pommes-Bude sicher das „Aus“, wenn dann die EU-Lebensmittelkontrolle kommt.

Die Bayerpartei lehnt diesen neuen Bürokratie-Unsinn aus Brüssel strikt ab. Der Parteivorsitzende Florian Weber: „Manchmal gewinnt man den Eindruck, die Eurokraten leben in einem Paralleluniversum oder haben die letzten Jahre schlicht verschlafen. Der Brexit, die wachsende EU-Skepsis kommen ja nicht daher, dass die Bürger keine europäische Zusammenarbeit wünschen. Sie kommen vielmehr daher, dass sie sich gegängelt und bevormundet fühlen. Und dass sich die EU-Politik in jeden Winkel des Lebens einmischt. Und dafür ist diese neue Verordnung geradezu ein Musterbeispiel. Die Bayernpartei möchte, dass sich die EU um die Sachen kümmert, die etwa auf regionaler Ebene nicht gelöst werden können. Der Bräunungsgrad vom Pommes Frites gehört hier definitiv nicht dazu.“

Pressemitteilung vom 31.07.2017

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