Am Wochenende war ganz offensichtlich wieder Zeit für einen „klassischen Seehofer“. Hatte doch der CSU-Chef in einem Interview den Eindruck erweckt, er rücke von der so lange geforderten Obergrenze für Flüchtlinge ab. Nur um kurz darauf zu dementieren.

Für die Bayernpartei sind diese Aussagen und Winkelzüge nicht sehr interessant. Viel interessanter war, was kurz vor dem Interview aus Parteikreisen nach außen drang. Dass nämlich die CSU nach einem Wahlsieg drei Ministerämter fordern werde. Das ist für diese Partei wichtig: Ämter, Posten und Pöstchen, damit die mühsam austarierte Balance aus Bezirksverbänden etc. nicht aus den Fugen gerät und genug Karriere-Optionen gewahrt bleiben.

Der Bayernpartei-Vorsitzende Florian Weber kommentierte: „Die Aussagen Seehofers zur Flüchtlings-Obergrenze sind völlig belanglos. Jedermann – auch der bayerische Ministerpräsident – weiß, dass die Musik nach einem Unions-Wahlsieg in Berlin spielt. Dort werden die Entscheidungen getroffen und die CSU bekommt als Gegenzug für ihre Servilität ein paar Ämter. Die CSU hat es maßgeblich zu verantworten, dass Bayern zur befehlsempfangenden Provinz verkommt. Und die CSU wird diesen Weg weiter beschreiten, das Wohl Bayerns wird weiterhin den Karriereaussichten einiger Weniger geopfert werden.“

Pressemitteilung des Landesverbands vom 21.08.2017

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