Vilshofen2014_SaalAuch in diesem Jahr hielt die Bayernpartei ihren Politischen Aschermittwoch im Wolferstetter Bräu in Vilshofen ab. Die Tradition der Aschermittwochsreden wurde von der Bayernpartei schon 1948 ins Leben gerufen und erst danach von anderen Parteien übernommen. In den Anfangsjahren war diese Veranstaltung geprägt von dem berühmten BP-Parteivorsitzenden Prof. Dr. Josef Baumgartner, der mit scharfer Zunge und bestechender Analyse den Politischen Aschermittwoch zu dem machte, was auch heute noch erwartet wird, aber wohl nur bei der BP im Original zu finden ist.

In der diesjährigen Veranstaltung begrüßte zunächst der niederbayerische Bezirksvorsitzende und Bezirksrat Anton Maller die Gäste im überfüllten Saal des Wolferstätter Bräu. Auch ging er auf die Bedürfnisse des ländlichen Raums gerade in Niederbayern ein.

Vilshofen2014_WeberParteivorsitzender Florian Weber stellte in einer programmatischen Rede die Ziele der Bayernpartei dar. „Die Energieversorgung muss dezentral in Bayern gesichert werden. Es geht nicht an, dass allein zur finanziellen Versorgung der vier großen Energieriesen in Deutschland große Überlandleitungen von Nord nach Süd verlegt werden, die gar nicht notwendig sind, wie alle unabhängigen Fachleute erklären.“ Auch die Finanz- und Wirtschaftspoltitik wurden von Weber beleuchtet. So gelte es, eine Benachteiligung der kleinen und mittelständischen Betriebe im Vergleich zu den Großkonzernen zu beenden sowie endlich eine dringende Steuervereinfachung umzusetzen.

Breiten Raum in seiner Rede nahm die Europapolitik ein. Nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Aufhebung der Drei-Prozent-Hürde zeigte Weber auf, wie gut die Chancen der BP auf einen Einzug ins Europaparlament stehen. Schon bei derselben Zahl von Wählern wie bei der Landtagswahl ist ein Europamandat für die Partei möglich. Er fuhr fort: „Wir müssen die EU wieder vom Kopf auf die Füße stellen. In Fragen der Außen- und Sicherheitspolitik sollte die EU aktiv sein, nicht aber in Fragen der Kulturpolitik oder der Gurkenkrümmung.“ Für den Parteivorsitzenden muss die EU den Weg einer inneren Erweiterung einschlagen und nicht eine äußere vorantreiben. Als Beispiele für eigenständige Mitglieder nenne er Schottland, Katalonien und Bayern, erklärte er unter tosendem Applaus.

Als Schlussredner trat der Generalsekretär der BP Hubert Dorn auf. In einer viel umjubelten Rede rechnete er auch mit den politischen Mitbewerbern ab. Hier einige Zitate:

„Bei der Geschwindigkeit mit der Horst Seehofer seine Meinung ändert, hätte er bei den Olympischen Winterspielen in Russland beim Eislaufen teilnehmen können und mit der Energie, die er bei den ständigen Pirouetten erzeugt, ein Energiekraftwerk ersetzt.“

„Nach dem Skandal um die Landesbank musste deren Chef gehen, nach dem Finanzeklat um den Limburger Bischof ging dieser in ein Kloster in Niederbayern, demnach müsste sich Horst Seehofer für seine ständigen Verfehlungen auf den Planeten Melmac hinter den Mond zurückziehen.“

„Man mag sich kaum vorstellen, was passiert, wenn nun genmanipulierte Nahrungsmittel zugelassen werden. Isst Du dann einen Schweinsbraten kannst Du nicht sicher sein, ob du nicht nach zwei Tagen Pusteln bekommst und nach zwei Wochen aussiehst wie Markus Söder beim Veitshöchheimer Fasching.“

Nach frenetischem Applaus endete der Politische Aschermittwoch der Bayernpartei 2014.

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