Am 18. September stimmen die Schotten über die Unabhängigkeit von Großbritannien ab. Ein Vorgang der in Europa eine große Aufmerksamkeit geniesst. Allein in der BRD scheinen die Medien diesem Referendum wenig Aufmerksamkeit entgegen zu bringen. Und wird es doch einmal thematisiert, dann wird in der Berichterstattung deutlich, wie wenig deutsche Journalisten das Anliegen, welches von einem sehr großen Teil der schottischen Bevölkerung getragen wird, verstehen. Da wird dann oft von Kleinstaaterei gesprochen, ohne den wirklichen Gründen nachzugehen.

Tatsache ist, dass die schottische Regierung getragen von der SNP, auf eine Jahrhunderte alte staatliche Tradition verweisen kann. Ebenso auf die finanzielle Benachteiligung, z. B. bei der Verwendung der Erlöse aus den schottischen Erdölvorkommen. Dazu kommen kulturelle Unterschiede und nicht zuletzt die Tatsache, dass Schottland aus London von Parteien regiert wird, die in Schottland bestenfalls eine Randerscheinung sind. Ganz grundsätzlich wäre ein unabhängiges Schottland für seine Menschen mit einem richtigen Schub in Sachen Demokratie und Mitbestimmung verbunden. Denn je größer die politische Einheit ist, desto weniger hat der Einzelne die Chance sich Gehör zu verschaffen.

Der Vorgang, dass sich ein Staat aus einem größeren herauslöst, ist nicht neu. Allein in Europa gibt es viele Beispiele. Ein besonders positives der jüngsten Vergangenheit dürfte die Trennung der Tschechoslowakei in Tschechien und die Slowakei sein. Beiden Staaten geht es heute besser als zuvor. Beide sind Mitgliedsstaaten der EU und haben auch zueinander ein gutes Verhältnis. Und am Rande bemerkt, beide sind kleiner als Bayern.

Zurück aber zu Schottland, welches nun im Wahlkampfendspurt ist. Letzte Umfragen sagen ein knapp positives Ergebnis voraus, obwohl die britische Regierung enorme Geldmittel in ihre Kampagne. Aber selbst wenn es zu einem „No“ kommen sollte, wird Schottland mehr Rechte erhalten, dies hat die Britische Regierung zumindest versprochen. Es stellt sich für die Schotten also nur die Frage: wird es ein kleiner oder ein großer Sieg?

Wir von der Bayernpartei wünschen unseren schottischen Freunden von Herzen einen Sieg beim Referendum! Ein „Yes“ würde auch auf andere Regionen in Europa positiv wirken. Bereits im November werden die Katalanen über die Unabhängigkeit von Spanien abstimmen. Dort wird den Befürwortern eines eigenen Staates sogar eine Mehrheit von 80 % vorhergesagt.
Aber auch für uns in Bayern wäre es eine echte Unterstützung und unsere Medien wären nicht mehr so leicht in der Lage,
dieses Thema zu negieren oder ins Lächerliche zu ziehen.

Die Unabhängigkeit Schottlands, aber auch Bayerns ist zum Wohle der dort lebenden Menschen nicht nur machbar, sondern auch notwendig!

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