Bayernpartei fordert vollwertigen Heimatkunde-Unterricht an Grundschulen
Die Bayernpartei fordert die Wiedereinführung eines vollwertigen Heimatkunde-Unterrichts in bayerischen Grundschulen. Die bisherige Verzahnung mit vielerlei anderen Inhalten zum „Heimat- und Sachunterricht“ habe sich nicht bewährt, so Pressesprecher Richard Schöps. Die heimatkundlichen Komponenten würden zu sehr an den Rand gedrängt.
Dass die Schule auf das Leben vorbereiten soll, ist eine allgemein bekannte Tatsache. Im Sachkundeunterricht der Grundschule werden daher auch zahlreiche praktisch bedeutsame Kenntnisse und Fertigkeiten vermittelt: Die Uhrzeit und die Jahreszeiten, Magnetismus und Elektrizität, die Funktionsweise menschlicher Organe.
Nun beinhaltet dieses Fach aber auch noch einen weiteren Aspekt, es nennt sich nämlich korrekt „Heimat- und Sachunterricht“. Den heimatkundlichen Teil muss man aber im Lehrplan mit der Lupe suchen. Der „Kreislauf eines industriell gefertigten Produkts“ wird ebenso behandelt wie „Spiele im Wandel der Zeit“, „Maschinen helfen bei der Arbeit“ und die „Haltung eines Haustiers“.
Die Heimatkunde geht hingegen über die Unterrichtseinheiten Orts- und Regionalgeschichte in der dritten bzw. vierten Klasse nicht wesentlich hinaus. Dabei steckt der Grundschullehrplan die Ziele doch eigentlich außerordentlich hoch: „Zu einem zeitgemäßen Heimatbegriff gehören die aktive Aneignung und demokratische Mitgestaltung der Heimat. Die Schüler sollen einen Bezug zur Heimat durch Kennen- und Schätzenlernen heimatlicher Natur und Kultur aufbauen und erste Formen einer aktiven Mitwirkung erfahren.“
Richard Schöps, Pressesprecher der Bayernpartei und selbst Vater zweier Töchter: „Leider geht die Schulpraxis über diese karge Aufnahme der Heimatkunde in den Unterricht auch tatsächlich nicht hinaus. Jedes Kind orientiert sich zuerst an seinem unmittelbaren Umfeld, um später seine Kreise weiter zu ziehen und Zusammmenhänge herstellen zu können. Um diesem kindlichen Grundbedürfnis Rechnung zu tragen, sollten sie viel mehr über die spezielle Geschichte, die Traditionen und das Zusammenleben in ihrem Dorf bzw. Stadtteil erfahren. Leider geschieht in dieser Hinsicht kaum etwas. Dabei wäre es gerade auch Aufgabe der Schulen, das Bewusstsein der Kinder für die heimische Kultur, für ihre Tradition und Sprache zu stärken.“




Am 12. März 2013 um 18:11 Uhr
Auf die Inhalte kommt es an. Wie das ganze heißt, ist doch Nebensache.
Am 12. März 2013 um 20:32 Uhr
Es ist zu befürchten, daß sich Gutmenschen schon an dem Begriff „Heimatkunde“ stören! Aber gut wärs schon, wenn die Kinder ihrer Heimat näher gebracht würden!
Am 15. März 2013 um 12:19 Uhr
dazua soit àà sei, daß de Kloan inser boarische (schwäbische, fränkische) Sproch lerna, damit s wenigstns verstengen, was gredt werd. Ned daß der kloane Bua, dem sei Muatter auf de Frog „Bua oder Madl“ de wuatige Antwort: „Junge“ gibt, frogn muaß:“Mami, wos is ‚Bua?‘Servus! Sappel Albrecht