Die Bayernpartei spricht sich gegen Studiengebühren an Bayerns Universitäten aus. Es sei nicht einzusehen, warum der Freistaat seinen akademischen Nachwuchs mit den Zahlungen belaste, während andere Bundesländer, die teilweise von bayerischen Steuergelder finanziert werden, darauf verzichteten.

500 Euro kostet es derzeit, ein Semester lang in Bayern zu studieren. Hinzu kommen meist noch die Zwangsbeiträge für das Studentenwerk. In den meisten deutschen Bundesländern ist zumindest das Erststudium dagegen kostenlos – manche haben nie Gebühren eingeführt, einige haben sie schon wieder abgeschafft, teilweise ist die Aussetzung bereits beschlossen.

Nun fragt man sich, wieso das reiche Bayern seinen akademischen Nachwuchs zur Kasse bitten muss, während viele deutlich ärmere Länder in Deutschland darauf verzichten. Ganz einfach: Es ist eine politische Entscheidung. Und diese politische Entscheidung fällt Ländern wie Berlin relativ leicht, da sie aufgrund der finanziellen Umverteilung im Bund von geringeren Einnahmen kaum Nachteile haben.

Die Rechnung zahlen die anderen – Bayern kostet die Mitgliedschaft im Bund netto über 30 Milliarden jedes Jahr. Jeder Bayer muss 200 Euro pro Monat an die Bürger anderer Länder abgeben. Und so zahlen die bayerischen Studenten doppelt: Zum einen Gebühren für ihr eigenes Studium, zum anderen Steuern für das Studium von Bremern, Sachsen und Holsteinern. Das alte Argument, dass derjenige, der von einer staatlichen Leistung profitiert, diese auch bezahlen soll, wird somit völlig ad absurdum geführt.

Wenn sich ein Student in Passau, München oder Würzburg das nächste Mal ein unanständig teures Fachbuch für eine Vorlesung kauft, dann kann er sich wenigstens darüber freuen, dass er mit der Mehrwertsteuer zu einem nicht unerheblichen Teil das kostenlose Studium seines Kommilitonen in Rostock oder Jena mitfinanziert. Und wenn er am Wochenende oder in den Semesterferien für ein Trinkgeld arbeitet, um sein Studium zu finanzieren, dann freut es ihn sicher, dass der nordrhein-westfälische Kollege vom BAFöG (das natürlich auch überproportional von Bayern finanziert wird) gut leben kann, sich ganz auf seine Prüfungen und “Scheine” konzentriert und damit dann auch ein, zwei Semester früher ins Arbeitslebens startet.

Aus diesem Grund hat der Landesparteitag der Bayernpartei auf Initiative des Kreisverbands Landsberg einstimmig ein Ende der Studiengebühren in Bayern beschlossen. Diese Forderung wird auch im Wahlprogramm für die Landtagswahl 2013 enthalten sein.

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