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Zeitumstellung bleibt ein Ärgernis

Die Bayernpartei fordert ein Ende der halbjährlichen Zeitumstellung. Die Vorteile dieser Praxis sind kaum messbar, jedenfalls überwiegen die negativen Aspekte deutlich.

In der Nacht von Samstag auf Sonntag wird um 1:59:59 MEZ die Uhr auf 3:00:00 MEZ umgestellt. Die Nacht wird eine Stunde kürzer und morgens ist es länger dunkel.

Diese Veränderung führt bei einigen Menschen zu Störungen des Bio-Rhythmus: Ihre innere Uhr wird durcheinander gebracht. Einschränkungen durch Konzentrationsprobleme bis hin zu Veränderungen von Puls und Blutdruck können in der Phase nach der Zeitumstellung bei einigen Menschen beobachtet werden. So passieren am Montag nach der Zeitumstellung im Durchschnitt 8% mehr Verkehrsunfälle, was laut den Ergebnissen der medizinischen Schlafforschung durchaus auf den Schlafmangel zurückgeführt werden kann.

Negative Auswirkungen gibt es nicht nur im Straßenverkehr. Auch in der Landwirtschaft führt die Zeitumstellung regelmäßig zu Schwierigkeiten. Kühe sind beispielsweise an feste Melkzeiten gewöhnt, sodass deren Rhythmus unmittelbar nach der Umstellung der Zeit beeinträchtigt wird und Bauern dadurch erhebliche Probleme haben.

Auch in der Informationstechnik entstehen zahlreiche Fehlerquellen, wenn plötzlich Uhrzeiten doppelt vorkommen oder ganz fehlen. So ist es kein Wunder, dass ca. zwei Drittel der Bevölkerung die Umstellung ablehnen.

Die Einsparung von Energie durch die bessere Ausnutzung von Tageslicht während der Sommerzeit ist dagegen kaum messbar. Die Studie der Wissenschaftler Matthew Kotchen und Laura Grant geht sogar von einem steigenden Stromverbrauch in Privathaushalten aus, beispielsweise durch höhere Heizkosten in den dunklen Morgenstunden.

Daher spricht sich die Bayernpartei für jahreseinheitliche Uhrzeit und damit für ein Ende der Zeitumstellung aus. Das Thema wird auch beim Kongress der europäischen Regionalparteien (EFA) behandelt, um anschließend im EU-Parlament eingebracht zu werden.

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