Was wäre, wenn Bayern wieder selbständig würde?
Am 25. Juli strahlte der Bayerische Rundfunk in seinem Radioprogramm Bayern 2 in der Sendung „Zeit für Bayern“ die Sendung „Traum oder Alptraum? Was wäre, wenn Bayern wieder selbständig würde?“ aus.
Letzten Umfragen zufolge fordern 59 % der bayerischen Bürger mehr bayerische Unabhängigkeit, 23 % der Befragten wünschen sich die bayerische Eigenstaatlichkeit, also die Trennung Bayerns von der Bundesrepublik.
In der Sendung wurden die Aspekte des größten Ziels der Bayernpartei von verschiedenen Seiten beleuchtet, Pro und Contra werden ausgewogen dargestellt. Renommierte Politiker wie Dr. Peter Gauweiler und Wissenschaftler wie der Staatsrechtler Prof. Dr. Karl Albrecht Schachtschneider kamen dabei ebenso zu Wort wie Mitglieder der Bayernpartei.
Doch auch die Gegner einer bayerischen Unabhängigkeit wurden befragt, Zuagroaste mit eher diffusen Ängsten oder auch Skeptiker, die das altbekannte Argument ins Feld führen, nach dem Bayern ja vom Bund früher profitiert habe. Dass die Bayernpartei diese Argumente bereits widerlegt hat, wird in der Sendung leider nicht behandelt.
Dass der bayerische Staatsrundfunk dem Thema eine ganze Sendung widmet, ist jedenfalls ein positives Signal. Auch beim BR kann man sich scheinbar der wachsenden Brisanz der Eigenstaatlichkeit und dem Aufwärtstrend der BP nicht entziehen.
Die Sendung dauert eine knappe Stunde und steht als Podcast in der Mediathek des Bayerischen Rundfunks zur Verfügung.




Am 26. Juli 2010 um 12:47 Uhr
Separatismusbetrebungen in ganz Europa gewinnen an Fahrt!
Daß Bayern mit der dringend notwendigen Eigenständigkeit nicht allein in Europa dasteht konnte man in den letzten Wochen vielfach beobachten:
- Die Schweizer Volkspartei (SVP) will u.a. Baden-Württemberg der Schweiz angliedern; Eine repräsentative Umfrage der schweizerischen Zeitung WELTWOCHE in den betreffenden Gebieten signalisieren breite Zustimmung! Viele Menschen in Baden-Württemberg fühlen sich von der Schweiz weitaus mehr angezogen (gleicher Stamm und föderales Staatssystem).
- Die Lega Nord in Italien bekräftigte ihr Betreben nach einem Staat Padanien und Abspaltung von Süditalien nochmal eindrücklich.
Mitteleuropa wird in absehbarer Zeit folgendermaßen aussehen (da kann jetzt keiner mehr daran zweifeln daß sich was bewegt):
- Unabhängige Republik Bayern (mit Wiederangliederung Pfalz)
- Republik Österreich mit Wiederangliederung Südtirols
- „Alemannische Eidgenossenschaft“: Schweiz mit Angliederung Baden-Württembergs, Elsaß.
Drei starke Staaten im Mitteleuropa (Bayern, Österreich und Alemannien) würden das Herz Europas wieder aufblühen lassen (ich schlage eine neue alpine Union zur Zusammenarbeit vor).
Freiheit für Bayern !!!
Christian Salvermoser
Am 26. Juli 2010 um 16:42 Uhr
zum beitrag: wia waars, wann bayern wieda sejbständig wurad. schee waars, awa schad, daß ma ned owabeissn ko davo! wei d‘leit redn vui, wann da tag lang is. hoff ma’s beste!
scheena gruaß
albrecht sappel
Am 27. Juli 2010 um 07:23 Uhr
herr salvermoser, wia soi des geh, moanas, de franzosn gem as elsaß freiwillig her, oda de italiener sidtiroi?
scheena gruaß
albrecht sappel
Am 27. Juli 2010 um 11:19 Uhr
Antwort an Herrn Sappel:
Liaber Herr Sappel,
wia des geh soi?
Freiwillig gibt natürlich koana wos her, des is scho klar.
Deitschland gibt natürlich Bayern a net freiwillig her, weils ja rein theoretisch vom Bundesgesetz net geht. Aba da rechtliche Weg Bayerns in de Unabhängikeit is durchaus möglich, wia ma in dene Internetseiten ja a nachlesn ko. Und bei andre Länder is des ähnlich bzw. s´gibt andere Möglichkeitn.
Beispui Südtirol:
De Leit in dem scheena Land mechtn alle wieda gern weg vom Mafiastaat Italien. Und wenn si der Staat weida destabilisiert und evtl. ausananda bricht, nachad muaß Österreich sei Chance nützen. Da sig a ganz a groaße Realisierungschance. Oa Möglichkeit warad wenn wirkli de Lego Nord mit dem Bossi den Staat Padanien ausruaft, dann kannt ma de zwinga Südtirol herzumgem, sonst dat ma den Staat net anerkenna. A langa Weg, aba vui guade Möglichkeitn des Ziel zum erreicha. Und mia Bayern wern da sicha net untätig dasteh, weil des ganze geht a uns wos o, weil der bairische Stamm dann zamhoitn muaß.
Beispui Elsaß:
Da werds scho schwieriga. Aba wenn de Schweiza und Baden-Württemberga si wirkli zam dan, nachad werds leichta. Dann is de Angst vo de Elsasser nimma so groaß, „großdeutsch“ zu werdn, nachad kinna sie de Elssser wieda auf ihre alemannische Zugehörigkeit konzentriern. Und fürs Elsaß wär a föderaler Staat wia de Schweiz (zukünftig nachad Alemannien) genau des richtige, weil man sich net anpassen muaß an den jeweiligen Machthaber. Wenn im Elsaß bzw. deitschsprachigem Lothringen si net boid was duad, dann schaugts net guad aus. Aba i bin ma sicha da bewegt si wos.
Und Bayern kann von den ganzn Sachan auf jedn Foi profitiern. Wenn zum Beispui in Baden-Württemberg der Wunsch nach der Loslösung vom Preißnstaat greaßa werd (wos unweigerlich so is) nachad werds für Bayern a leichta.
Mit weiß-blauem Gruß
Christian Salvermoser
Am 27. Juli 2010 um 15:34 Uhr
Ich persönlich hoffe sehr das es zu diesem Volksentscheid kommt uns das Bayern ein eigenständiges Land wird.Das sollte aber so schnell wie möglich geschehen sonst ist Bayern am Boden zerstört.Jetzt nach dem die Raucher und tolleranten Nichtraucher entmündigt wurden und die Wirte kleiner Kneipen mit Duldung dieser unfähigen Landesregierung in die Pleite getrieben werden werden sicher sehr viele für eine Eigenständigkeit Bayerns stimmen.Es bleibt nur zu hoffen ,nachdem diese Landesregierung durch einen fanatischen Gutmenschen und einer 2 % Splitterpartei vorgeführt wurde, diese uns (Bayern und seine Bevölkerung ) nicht noch anderweitig verkauft und größeren Schaden anrichtet.
Am 28. Juli 2010 um 00:14 Uhr
Hab mir die Radiosendung von Anfang bis Ende komplett angehört. Schön dass ihr präsent seit, allerdings musste ich leider feststellen, der BR hat euch eher hingestellt wie naive, kleingeistige Träumer. So schön ich es finde, dass das Thema in den Medien behandelt wird, so schade finde ich es auch, dass man beim BR so negativ dazu eingestellt ist. Alles in allem ein sehr oberflächlicher Beitrag, wenn man die Argumente FÜR ein selbstständiges Bayern geschildert hätte, hätte man veilleicht auch mehr Befürworter gewinnen können. Aber da könnt ihr ja nichts dafür. Trotzdem ein guter Schritt.
Beste Grüße
Tom
Am 28. Juli 2010 um 04:53 Uhr
herr salvermoser, klingt ja ois ganz guat, awa wos kenna mia oanzelne dazua toa. i hogg im roistui und ko mi net amoi sejba gscheid waschn und oziagn, geschweige denn umanandaroasn und d‘leit iwazeign. kommentar af da seitn vo da bayernpartei schreim, des alloa glangt net. awa boarisch schreim, und net bloß an kommentar, is scho moi wos!
schena gruaß
albrecht sappel
Am 28. Juli 2010 um 12:34 Uhr
tom. i hob de sendung net gsehng, awa so wia du schreibst, moan i, des san preißn gwen, de was de sendung gmacht ham, i bin jiatz eif joahr in NRW gwen, was moanst, wia schlecht daß da bayern gmacht werd. grad lustig macha se si, no schlimma wia frihra iwa de ostfriesn, bläde witz vazäins, nach dene ihra meinung samma a voik vo dorfdeppn, natur- und gaudiburschn, de nix kinnen, ois wia schuahplattln, jodln, bier trinka und schnadahipfl singa, warum moanst, bin i da bayernpartei beitretn? zu so am blädn voik wui i nimma dazua ghern, und wann was bläds in bayern bassiert is, na hots glei ghoassn, aha, de bayern. wann awa was guats gschejng is, is ma stoiz af deitschland gwen, naa mir glangts.
scheena gruaß
albrecht sappel
Am 29. Juli 2010 um 10:47 Uhr
Zitat(Bayrischer Patriot):
„Mitteleuropa wird in absehbarer Zeit folgendermaßen aussehen (da kann jetzt keiner mehr daran zweifeln daß sich was bewegt):
- Unabhängige Republik Bayern (mit Wiederangliederung Pfalz)
- Republik Österreich mit Wiederangliederung Südtirols
- „Alemannische Eidgenossenschaft“: Schweiz mit Angliederung Baden-Württembergs, Elsaß.“ Zitat Ende
Das ist doch eher eine Wunschvorstellung.
Ich glaube, wir werden in nächster Zeit, wenn überhaupt nur eine Abspaltung in Europa sehen und zwar die von Schottland.
Die Pfalz gehört außerdem nicht zu Bayern, sie war nur für kurze Zeit in bayrischer Hand durch Napoleon und ich glaube die Pfälzer werden auch nicht zu Bayern gehören wollen, das kann ich mir auf jeden Fall nicht vorstellen.
Zu Bayerns Unabhängigkeit: Ich denke, von diesem Ziel sind wir noch Meilen entfernt, die Bayernpartei hat gerade mal ein Prozent und das liegt, so denke ich einfach daran, dass die Meisten einfach keine Ahnung haben was die Bayernpartei überhaupt ist. Das liegt wiederum an den Medien, die fest in der Hand der jetztigen Parteien ist. Hört man irgendwas über die Bayernpartei? SPD hier, CDU da und Linke dort. Es ist fast schon traurig, dass die Linkspartei in Bayern fast 5 mal mehr Stimmen erhält durch ihre leeren Versprechungen als die Bayernpartei, die im Gegensatz eine seriöse Partei mit durchdachten und lobenswerten Zielen ist.
@Bayernpartei: Wann gibt es eigentlich wieder ein öffentlichtes Forum auf euerer Seite?
Mit freundlichen Grüßen
A.B.
Am 29. Juli 2010 um 14:33 Uhr
@albrecht
Normalerweis soid jeder jurnalistischer Bereich unparteiisch sei, des hoaßt, beide Seiten, in Foi Pro und Contra, gleichermaßn zum erörtern. Homs aber ned g‘macht, sondern si eher auf de Contraseidn g’schlong. Des herst a ganz klar raus, wennst aufmerksam zuaherst. Ziemlich unprofessionell für an staatlichen Sender mit Bildungsauftrog.
Die Gründe warum ma Mitglied oder Sympahtisant vo da BP is, han generell ziemlich unterscheidlich. Sie hom a Problem damit, dass wir in der Restgesellschaft vo Deitschland immer no dostengan wia Deppen und i hob a Problem damit, dass da Freistaat die komplette Republik finanziert und Deitschland Bayerns Lorbeeren einheimst, uns aber trotzdem in keinster Weise würdigt oder fördert. Im Ostem gems unser Geid aus, für des mia buckln wia de Blödn und für des mia täglich auf unsere, vo schlaglöcher übersäten Strossn, zua Arwad fahrn. Na Merce!
Am 30. Juli 2010 um 00:03 Uhr
@albrecht sappel
nua moi so im vorraus gsogt, i bin 16
mi regt des image vom bayern in restdeitschland a auf!
es gibt manche, de san aba aufm 1. blick a so. ham an bauernhof dahoam, san im trachtnverein, saufn und schnupfn wia varuckt, rehn im brutalstn dialekt… und san leider a a bissal zruckblimm. i säiba hob an ganz scheena locknkopf (fast paul-breitner-like^^) und muas ma vo dene wirklich ständig dumme kommentare ohern, wenns i triff.
andererseits gibz leider a as krasse gegenteil – wos i schlimmer find wia des vorher.
des ja an da gastronacht – a festl jetz jahr bi uns im dorf: kimmd a madl mit xxl-jogginghosn, zur begrüßung bussi-bussi mit ana freindin und proletet mit klischeehaftestn hurra-patriotismus „bayern, das samma mia“. i hob ma do echt a maschienagwar gwünscht.
zum glück gibz aba nu de, do wo ois basst. paar spezl vo mir san bei de schnoiza. mit dene gibz koane probleme, san ned intolerant und scho gar ned klischeehaft. wer mit dene a problem hod, den ko koana mehr häifn…
allgemein erfreulichs fiand‘ BP gibz a nu zum song: i hob a moi rumgfrogt „bayern oda deitschland“. do hod eigtl jäda sofort ohne dasa überleng miassn hätt bayern gsogt.
und numooi wegam image: a freind vo mir is snowboarder, schaud a dementsprechnd aus. extra-weide hosn, extra-groß t-shirt – und is im trachtnverein. do kenn i mearane de so ähnlich san.
ma miassad den speiß eigtl umdrahn: es is doch eigtl der hinterwäilarisch, der wo moand, das mia baiern an ganzn doch bier trinkan, weißwiascht essn, plattln, lederhosn ohom,.. und ned mia. bei uns an da schui san a de näga, türkn und so ( a wenns davo ned soooo vui gibt) aus meiner sicht nahezu perfekt integriert. wo in deitschland gäd des biddsche unter erhoidung da einga kultur so guad wia bei uns? i berlin ganz sicher ned….
kleschees und schublohn-denka san woi de gräßtn probleme in unserer zeid
puuuuh
Am 30. Juli 2010 um 16:38 Uhr
Die Seppel von der Bayernpartei^^
bringen mich immer wieder aufs neue zum Lachen.
Immer ihr dämliches Geschwätz wie „Uah Boaiern had no nia zu Deitschland ghärt, hagoddsackrament scheiß saupreißen“
OK – Wenn Bayern noch nie zu Deutschland gehört hat, dann fordere ich
den Ausschluß des Regierungsbezirkes Schwaben aus Bayern – hat schließlich ursprünglich auch nie zu Bayern gehört!
Wir sind Schwaben und keine Saubayern! Jawoll
Gruß aus dem Allgäu
Am 30. Juli 2010 um 16:54 Uhr
Auf die „dämliche Seppel“-Polemik gehen wir mal nicht näher ein.
Aber wenn die Schwaben sich von Bayern lossagen wollen, haben sie selbstverständlich jedes Recht dazu. Ernsthafte schwäbische Separierungsbewegungen sind aber bisher nicht wirklich in Erscheinung getreten, sodass dieser Wunsch nicht allzu ausgeprägt sein dürfte.
Am 30. Juli 2010 um 20:27 Uhr
Politiker haben sich eine Nationalität für mich ausgedacht.
Ich bin Deutscher.
Bin ich das …?
ICH weiß WER ich bin.
ICH weiß WAS ich bin.
Deutsch ist ein Wort in meinem Pass, dass ich leider (noch) nicht streichen lassen darf.
Selbst wenn ich dieses Wort niemals streichen lassen dürfte, dann hieße das trotzdem nicht, dass dieses Wort für mich stünde.
Selbst im deutschen Reich hatten wir ‚unsere‘ Nationalität, in den Reisepässen von uns Bayern stand da damals ‚Nationalität: Bayern‘.
Erst die vermaledeiten Nazis haben das 1934 durch ‚Nationalität: Deutsch‘ ersetzt.
ICH weiß WER ich bin.
ICH weiß WAS ich bin.
Nichts an mir ist deutsch …
Es wäre zu wünschen, dass in nächster Zeit mehr und mehr erkennen würden wer und was sie sind … Bayern (Franken, Schwaben und Baiern) … ansonsten sind sie bald nichts mehr …
Freiheit für Bayern
Münchnerische Grüße
Da Marcus
Nachtrag:
der Sebastian – 2 Kommentare weiter obnen – kann noch nicht lange im Allgäu leben, sonst wüsste er, dass sich die Allgäuer nicht als Schwaben bezeichnen …
Am 31. Juli 2010 um 12:56 Uhr
wann de nazi erscht 1934 eigfihrt ham, daß nimma nationalität „bayern“ sonden nationalität „deitsch“ hoaßt, miassat des doch leicht rickgängig gmacht wern. des hot doch dortmois nix goitn?
scheena gruaß
albrecht sappel
Am 31. Juli 2010 um 13:01 Uhr
wann i scho „seppel“ lies, na woaß i, steckn preißn oda anderne militante nichtbayern dahinter. und af des braucht ma net afbassn.
schena gruaß
albrecht sappel
Am 1. August 2010 um 21:41 Uhr
Zum Kommentar vom Martin Mairhofer:
Man kann sehen, daß das ganze Thema alle Altersgruppen beschäftigt und das zeigt, daß das Thema lebendig ist. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, daß sich die bayerische Jugend, wozu ich mit mit 28 Jahren auch noch zähle, klar zu Bayern bekennt und stolz auf Bayern ist. Gegen bestimmte Klischeedarstellungen reagiert man oftmals allergischer als die älteren Generationen. Das beweist, daß das Thema zurecht ernstgeommen wird.
Zum Kommentar vom Sebastian:
Da ich oft mit bayerischen Schwaben in Kontakt bin, kann ich Separierungsbestrebungen ausschließen. Im bayerischen Regierungsbezirk Schwaben bekennt man sich klar zu Bayern und ist württembergischen Schwaben (werden als „Spätzlebauern“ beschimpft) eher antisympathisch eingestellt. Die Bayernpartei hat gerade in Schwaben die höchsten Stimmanteile und das zeigt das Zugehörigkeitsgefühl zu Bayern und untermauert klar meine Erfahrungen.
Zum Kommentar vom A.B. bzgl. Pfalz:
Die Pfalz war seit jeher eine Region mit bayerischem (wittelsbacherischem) Einfluss. Ab 1816 gehörte sie zum „neuen“ Bayern bis hin zum zweiten Weltkrieg (offiziell bis zur Errichtung des Bundeslandes Rheinland-Pfalz 1947 durch die Amerikaner). Den offiziellen Anspruch Bayerns auf diese Region hat der Freistaat erst in den 70ern aufgegeben (bzw. aufgeben müssen).
Diese Zeit (ab 1816) hat die Pfalz entscheidend geprägt: politische Gliederung, Verkehrswege (Eisenbahn), Banken, Versicherungen (die Bayern-Versicherung ist auch heute noch stark in der Pfalz vertreten bzw. die Bayerische Hypothekenbank) usw. Auch heute noch bestehen viele gut gepflegte Verbindungen, z.B. die Pfälzer Weinstube in der Münchner Residenz oder der Landesverband der Pfälzer in Bayern.
In einem unabhängigen Bayern, föderal aufgebaut, hätte die Pfalz einen guten Platz und wäre national und international hervorragend aufgestellt und würde eine neue Blütezeit erleben. Es wäre schade wenn diese schönes Region in einem deutschen Einheitsstaat untergeht.
Mit weiß-blauen Grüßen
C. Salvermoser
Am 1. August 2010 um 22:08 Uhr
@ Martin
(I kannt a in boarisch schreibm, der Einfachheit halber schreib i aber hochdeisch)
Also Martin, so wie du dich beschreibst, halte ich dich für einen richtigen, traditionsbewussten Bayern. Und wer schon mal auf die Landkarte geschaut hat, weiß dass wir in Bayern leben. Die Preißen in ihren „xxl-Hosen“ haben also nicht dich zu tollerieren sondern du sie. Also lass dich doch bitte nicht von verschiedenen Menalitäten einschüchtern, die hier eigentlich nicht zu Hause sind. Du bist a Bayer, du redst und schreibst wira Bayer und verhoidst die wira Bayer. Und warum? Weilma schlichtweg in Bayern san! Gäbe es nicht Leute wie dich, wären wir schon der zentralen Politik von Deutschland unterlegen. Du bist nicht unter Fremden, du bist unter Gleichgesinnten im gleichen Land!
@Sebastian: Ich versteh nicht wie man sich so querstellen kann. Dass sich die Franken nicht als Bayern fühlen kann ich ja zwecks historischem Rückblick noch halbwegs verstehen. Aber dass sich jetzt jeder Bürger außerhalb des Regierungsbezirks Ober- und Niederbayern identitäsmaäßig abgrenzen will, versthe ich nicht. Wir konnen doch stolz auf die Leistungen, die Kultur, das Bildungssystem, (ect., ect.) von Bayern sein. Bitte klär mich auf, was soll der Mist?
Am 2. August 2010 um 20:12 Uhr
hallo bayern
ich komme aus dem reg. bez. oberfranken und fühle und denke wie ein bayer.
bin also bayer.
schönen gruss aus kulmbach / ofr.
Am 6. August 2010 um 17:32 Uhr
@Bayerischer Patriot
Zum Kommentar vom Sebastian:
Da ich oft mit bayerischen Schwaben in Kontakt bin, kann ich Separierungsbestrebungen ausschließen. Im bayerischen Regierungsbezirk Schwaben bekennt man sich klar zu Bayern und ist württembergischen Schwaben (werden als „Spätzlebauern“ beschimpft) eher antisympathisch eingestellt. Die Bayernpartei hat gerade in Schwaben die höchsten Stimmanteile und das zeigt das Zugehörigkeitsgefühl zu Bayern und untermauert klar meine Erfahrungen.
DAS behauptest auch bloß du
Die meisten meiner Bekannten und das sind wie ich alte, eingesessene Familien die meisten noch mit Landwirtschaft, fühlen sich mehr zu Schwaben hingezogen als zu Urbayern.
Die eingliederung des Regierungsbezrikes Schwaben vor ca 200 Jahren in Bayern war und ist noch immer ein Unrecht!!
Am 7. August 2010 um 10:26 Uhr
@ Sebastian:
Es geht ja hier auch nicht um das von dir sog. „Urbayern“, sondern um den Freistaat Bayern.
Außerdem wurde ja auch nicht ein Regierungsbezirk eingegliedert vor 200 Jahren, sondern eine Vielzahl von Gebieten unterschiedlicher zerklüfteter Herrschaften, die dann in Kreise eingeteilt wurden, worauf die heutigen Regierungsbezirke beruhen. Ein großer Teil des Regierungsbezirkes Schwaben gehörte übrigens früher zu Österreich (Raum Burgau). Außerdem waren die Beziehungen dieses Raumes auch früher schon intensiv zu Baiern.
Daß man sich kulturell und sprachlich zu den schwäbisch-allemannischen Stammesverwandten in Baden-Württemberg, Vorarlberg und der Schweiz hingezogen fühlt, streitet keiner ab.
Daß man sich im Allgäu mehr zu Schwaben hingezogen fühlt ist ja klar, ihr seit ja auch im Regierungsbezirk Schwaben und nicht in Ober- oder Niederbayern
In einem unabhängigen Bayern nach dem Subsidiaritätsprinzip würde der Regierungsbezirk Schwaben eine enorme Aufwertung erfahren und wäre ähnlich aufgestellt wie etwa ein deutsches Bundesland.
Falls du mit „Schwaben“ Baden-Württemberg meinen solltest ist deine Aussage etwas unklar definiert. Im bayerischen Schwaben wollen wohl die wenigsten zu Baden-Württemberg gehören, das kann ich immer noch mit voller Überzeugung behaupten
Und übrigens: Wenn man Staaten nach den Stämmen aufteilen würde, dann gäbe es für unser Gebiet zwei Staaten, Baiern und Alemannien (vgl. Stammesherzogtümer).
- Baiern würde vom Egerland bis Südtirol gehen und vom Lech bis ins Burgenland an die ungarische Grenze.
- Alemannien würde vom Elsaß bis Vorarlberg gehen und von etwas nördlich von Stuttgart bis Zermatt.
Eine solche Aufteilung wäre sicher nicht ungerecht, ist aber wohl kaum durchzusetzen.
Mit weiß-blauen Grüßen
C. Salvermoser
Am 9. August 2010 um 07:13 Uhr
…ist ja irre, welche Weltordnungsvorstellungen in manchen Köpfen vor sich hin spuken – Pan-Alemannien und die „bayerische“ Pfalz!! – und das liebe Bayerland als diffuse Mischung zwischen Stammes-Biotop und Ablehnung des anderen.
Leute, aufwachen! Bayern ist spätestens seit Karl-Theodor keine exklusiv altbairische Veranstaltung mehr, die Pfalz ist endgültig futsch und die Bayernpartei liegt zwischen 1 – 2 Prozent. Das unabhängige Bayern kann nur als moderner, nach möglichst allen Seiten offener europäischer Staat deutscher Kulturzugehörigkeit bestehen, in dem die Abstammung zweitrangig ist. Was nicht heißt, dass Tradition und Herkunft mißachtet werden brauchen.
Viel wichtiger sind da Fragen der innerbayerischen Subsidiarität, grade auch im Hinblick auf Franken oder die Schaffung eines „wir-Gefühls“ – schwierig genug, aber bitte nicht mit dem Denken von vorgestern.
Am 9. August 2010 um 07:34 Uhr
@ mistaby, denka werd ma woi deafa, und fir dees kempfa iwa was ma denkt, da braucht ma net soiche kommentar lesn miassn
Am 9. August 2010 um 09:09 Uhr
@ mistaby:
Von meiner Seite kann ich klar sagen, wenn es einen unabhängigen Staat Bayern gibt, daß dieser Staat die heutigen bayerischen Grenzen hat. Eine Wiederangliederung der Pfalz ist sehr unwahrscheinlich, das ist mir natürlich schon klar! Ich gebe auch zu, daß es sich hier um eine Wunschvorstellung handelt. Die einzige Chance, die es gibt um die Pfalz wieder zu bekommen, wäre bei einer Neugliederung der Bundesländer (die immer mal wieder im Gespräch ist). Hier müßte sich natürlich Bayern klar positionieren und auch von außerhalb Unterstützung bekommen, Realisierungschancen natürlich gering.
Bzgl. der innerbayerischen Subsidiarität gebe ich dir absolut recht! Wichtig ist mir, daß es eine gerechte Behandlung aller bayerischen Regionen gibt. Viele Regionen in Bayern werden derzeit vernachlässigt. Subsidiarität darf aber auch nicht bedeuten, daß jede Region für sich selber hinwurstelt, eine Verflechtung untereinander darf nicht verloren gehen. Landesübergeifende Projekte müssen aber natürlich weiterhin von München aus gesteuert werden (z.B. landesübergreifende Infrastruktur, Gesundheit, Schule usw.). Themen die in die Region müssen, sind Kultur und Wirtschaft (Gewerbe, Handwerk, weniger Industrie).
Bayern darf sich natürlich nicht abkapseln gegenüber den Nachbarn. Vielmehr müssen die Beziehungen ausgebaut werden, insbesondere zu Österreich und Tschechien. Auch zu Deutschland sollen die Beziehungen natürlich nicht erkalten.
Ich hoffe sehr, daß endlich alle begreifen, daß es hier nicht um eine monarchistische, folkloristische Veranstaltung geht, sondern um die Zukunft Bayerns (modern, frei, demokratisch, föderal, traditionsbewusst).
Weiß-blaue Grüße
Am 15. August 2010 um 14:41 Uhr
Das viele Allgäuer lieber als Schwaben bezeichnet werden wollen, ist fakt.
Aber die Bajuwarisierung schreitet leider unaufhaltsam voran.
Lest euch dazu das Interview mit Ulrich Kienzle durch
Link: http://www.stern.de/lifestyle/leute/was-macht-eigentlich-ulrich-kienzle-642560.html
und am besten noch sein Buch „Wo kommsch denn Du alds Arschloch her? Die Erfindung des Schwaben; wie er wurde, was er ist“ (Titel heißt echt so^^)
Auszug aus Interview:
Herr Kienzle, was zieht Sie auf Ihre alten Tage ins Operettenfach?
Davon kann keine Rede sein. Ich habe im Sommer bei einer Open-Air-Aufführung des „Zigeunerbarons“ in Altusried im Allgäu eine winzige Gastrolle übernommen. Ein Gag! Im Grunde handelte es sich um eine verdeckte Recherche.
Ihre wahre Mission?
Ich erfülle mir im Moment einen lang gehegten Wunsch: Ich schreibe ein Buch über die Schwaben. Und im Allgäu leben viele Schwaben mit einem spannenden Identitätskonflikt. Die Bajuwarisierung schreitet unaufhaltsam voran, der Anpassungsdruck steigt.
Und wie finden wir das?
Unerfreulich. Das bayerische Brauchtum ist heute dank der Medien ja hochpopulär. Kein Mensch weiß aber, dass diese ganze Folklore erst im 19. Jahrhundert entstanden ist. Gegen Bezahlung! Die bayerischen Vereine sind von ihrem König dafür belohnt worden, dass sie sich mit österreichischen Trachten kostümierten. Und so sind die Bayern heute als Tiroler verkleidet und nehmen Geld dafür, dass man die Berge besichtigen darf.
Am 16. August 2010 um 10:58 Uhr
@ Sebastian:
Ob das angeführte Beispiel eine sachlich trockene, ernst gemeinte Analyse ist, bezweifle ich doch sehr
Und von einer Bajuwarisierung zur reden, halte ich sehr übertrieben. Und falls es, mal angenommen, so sein sollte, wer wird denn dazu gezwungen?
Außerdem möchte ich nochmal darauf hinweisen:
Es geht hier nicht um einen deutschen Stammeskrieg zwischen BaIern und Schwaben, sondern um eine freie Republik BaYern (föderal, modern, zukunftsorientiert, traditionsbewußt).
Weiß-blaue Grüße
Am 16. August 2010 um 21:44 Uhr
Lieber Bayerischer Patriot, bitte informier dich vorher einfach etwas besser, bevor du meine Kommentar widerlegst.
Natürlich fällt das nicht jedem auf, aber es ist nun mal eine schleichende Bajuwarisierung des Regierungsbezirkes Schwaben im Gange und das nicht erst seit den letzten fünf Jahren.
Haben wir eine Wahl? ich glaube nein, denn der Einfluss aus München wird immer größer.
Nicht nur Augsburg wird sich langsam von einer schwäbischen in eine bayerische Stadt wandeln. Merkt man heute schon an Musik, Sprache etc.
Und was ist an Altbayern schon reizvoll? etwa das sich deren Bewohner in österreichischer Tracht kleiden und das dann als Tradition und Brauchtum bezeichnen?
Ein freies Bayern, nach euren Vorstellungen, wäre für mich nur möglich ohne dem Regierungsbezirk Schwaben.
Am 17. August 2010 um 07:38 Uhr
@ Sebastian:
1.
Mein Vorschlag wäre: Gründe eine eigene Partei und versuch deine Vorstellungen durchzusetzen!
2.
Lass bitte die unqualifizierten Äußerungen bzgl. Altbayern usw.
Ist dir aufgefallen, daß hier noch keiner negativ über Schwaben geschrieben hat?
3.
Zu Augsburg: Ich bin öfters in der Stadt, eine „Bajuwarisierung“ kann ich nicht feststellen. Augsburg gehört zum schwäbischen Sprachraum, bairische Einflüsse hat es aufgrund der Grenzlage immer schon gegeben, auch viele schwäbische Einflüsse im altbairischen Nachbargebiet gibt es. Aufgrund der Ausrichtung auf Augsburg ist z.B. im Kreis Aichach-Friedberg eher eine „Schwäbisierung“ zu erkennen. Außerdem ist z.B. der Stadtteil Lechhausen altbairisches Gebiet. Hier sind die Übergänge fließend und hier will keine eine Grenze, die es noch nie gegeben hat, sie würde schon immer zusammengehörende Gebiete zerschneiden.
4.
Regierungsbezirk Schwaben: Man muß beachten, daß die Regierungsbezirkgrenzen Schwaben/Oberbayern nicht der Stammes- bzw. Sprachgrenze entspricht (heute nicht und auch nicht vor der Gebietsreform). Mehrere altbairische Gebiete gehören zum Regierungsbezirk Schwaben (z.B. Gebiet um Rain, Kreis Aichach-Friedberg, Gebiet um Schwangau). Kurios ist z.B.: das schwäbische Schwabniederhofen liegt im Regierungsbezirk Oberbayern und das bairische Bayerniederhofen liegt im Regierungsbezirk Schwaben.
5.
Falls noch weiterer (sachlicher) Diskussionsbedarf besteht, bin ich gerne außerhalb dieser Kommentarseiten dazu bereit.
Weiß-blaue Grüße
Am 25. August 2010 um 21:29 Uhr
Grias eich,
wenn Bayern Eigenstaatlich wird hat das ja nichts damit zu tun das wir die anderen nicht mehr ins Land lassen würden oder raus..es ist als ob ein groß gewordener Sohn(Bayern) aus der Familie(Deutschland) auszieht ..ohne Streit..usw.Dann müste man sich nicht von der Mama(Angela M.) was sagen lassen,wie man spricht,wie man lebt,wer man ist (i Gottseidank imma no a Baier),wem man sein Geld gibt(Hindukusch;Griechenland..Banken..)was man macht(Rauchverbot ;auch wenn der Volksentscheid wegen mangelnder Beteiligung nicht zählen sollte,hätte man ja im Rahmen einer Landratswahl mitmachen können).Und vor allem für den eigenen Haushalt sorgen.
Am 7. September 2010 um 12:41 Uhr
was is eigntli mit inserm Voiksbegehrn, seit Wocha scho stagniert de Zoi bei 3842. werd des nimmer weider vereffntlicht? des is fei net guat, wann ma koan Fortschritt siecht.
Schena Gruaß