Innenminister Hermann ist seit Jahren ein Verfechter der Isentaltrasse beim Bau der A 94. Er und mit ihm die gesamte CSU-Landesregierung befürwortet seit Jahrzehnten und im Widerspruch zu den meisten Gutachten zu dieser Strecke einen Verlauf der Autobahntrasse über das naturgeschützte Isental. Bund Naturschutz, die Anrainergemeinden und die Aktionsgemeinschaft gegen die A 94 zogen gemeinsam vor den bayerischen Verwaltungsgerichtshof – und verloren. Doch wen wundert das?

Artikel 3 des AGVwGO – Gesetz zur Ausführung der Verwaltungsgerichtsordnung besagt: „Die Staatsregierung ernennt den Präsidenten des Verwaltungsgerichtshofs. Die übrigen Richter des Verwaltungsgerichtshofs und die Richter der Verwaltungsgerichte werden vom Staatsminister des Innern ernannt.“ Die von der CSU ernannten Richter standen vor der Wahl, gegen die Heimatschützer oder gegen den eigenen „Dienstherrn“ zu entscheiden.

Selbstverständlich ist eine moderne Verkehrsanbindung des ostbayerischen Raums an den Großraum München wünschenswert. Und die berüchtigte B 12 hat schon viel zu viele Verkehrsopfer gekostet. Doch die Trassenführung der Neubaustrecke entzweit seit über dreißig Jahren die Gemüter.

Eine Reihe von Studien hat in dieser Zeit ergeben, dass die Trassenführung über Haag kostengünstiger, umweltschonender und schneller zu realisieren wäre als die Isental-Trasse. Doch die Regierung geht hier den Weg des geringeren Widerstands: Auf der Seite der Befürworter der Isentaltrasse befinden sich 4 Landkreise, 62 Städte und Gemeinden, 19 Vereine und Verbände sowie 42 Industriebetriebe, während die Gegner dieser Trasse aus Bauern, Naturschützern und den wenigen Gemeinden entlang der geplanten Isentaltrasse bestehen.

Gerade deshalb hat die bayerische Staatsregierung von jeher auf die vermeintlich politisch leichter durchsetzbare Variante über das Isental gesetzt. Konkrete Planungen für die Alternativstrecke über Haag dagegen hat es nie gegeben. Allein das zeigt, wie sicher sich die CSU über den Ausgang des Verfahrens sein konnte. Diesen ungleichen Kampf bezahlt die Natur. Das als schützenswertes FFH-Gebiet anerkannte Isental wird zerstört.

Bildquelle: pixelio.de “Wurzlsepp”

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11 Responses so far.

  1. Alfons Dremsa sagt:

    Hier wird um eine nicht erwünscht Trassenführung für eine von der Staatregierung geplante und für gut geheissene Strasse mit den Anwohnern als Leidtragende gestritten, anderswo sind es wieder andere Verfehlungen von Seiten der Politik gegen den Willen des Volkes und zum Leidwesen der Natur.
    Das Verkehrsaufkommen in unserem Lande wird immer mehr auf Grund der angeblichen Notwendigkeit aus der Sicht der Wirtschaft und dem Willen der fern ab wohnenden Bevölkerungsteile, welche schnellstmöglichst von Punkt A zu Punkt B gelangen wollen.
    Es wäre mal ganz interessant sich selbst zu erforschen, wie viel Zeit wir in unserem Leben in einem Auto verbringen.
    Das Auto ist aus dem Leben des einzelnen Menschen schon gar nicht mehr weg zu denken, unabhängig inwieweit es zum Leben selbst überhaupt benötigt wird.
    Zum Beispiel ein Münchner Stadtbewohner welcher in seiner Heimatstadt seiner beruflichen Tätigkeit nachgeht, alle für ihn notwendigen Punkte in München mit öffentlichen Verkehrsmittel wunderbar erreichen kann, braucht schon deshalb ein Auto, um seinem eigenen Statussymbol gerecht zu werden und sein Prestige dem angeblich Notwendigen anzugleichen bzw. unterzuordnen.
    Ich belächle immer wieder die Verhaltensweise z.B. von Frauen, welche mit dem Auto oftmals kurze Wege in den Supermarkt „kutschieren“, einige wenige Konsumgüter auf dem Rücksitz oder im Kofferraum nach Hause transportieren und sich anschliessend dann einen längeren Zeitraum im Fitnesscenter aufhalten und sich quälend ihre überflüssigen Pfunde (meistens bei bzw. an der „Sitzfläche“ sich befindend, af boarisch g´sagt de hot an drum Arsch), welche sich auf Grund von Bewegungsmangel ergeben, wieder abtrainieren.
    Jetzt stellt sich natürlich logischerweise und auch zu Recht die Frage, ja warum sollen wir die technischen Möglichkeiten der Fortbewegung nicht nutzen?
    Was haben zum Vergleich unsere Vorgängergenerationen in dieser Hinsicht sich einfallen lassen, bei denen der Begriff Auto ein Fremdwort war?
    Die Frauen haben ihre Einkäufe zu Fuss und später dann mit dem Fahrrad erledigt, was in beiden Fällen eine Körperbeanspruchung in Bezug Fortbewegung bedeutet hatte.
    Dann hatte die Autoindustrie zu wachsen angefangen, die Autoproduktion hat seine grossen Fortschritte genommen, mir ist noch in Erinnerung was das für eine grosse Freude und Feierlichkeit für VW war, als der millionste Käfer vom Band rollte.
    Das Autozeitalter hatte seinen bekannten Lauf genommen und heute sind wir eben da, wo uns auf Grund des enormen und immer mehr werdenden Verkehrsaufkommen mit den immer mehr notwendig werdenden Strassenerstellungen, dies uns die grössten Probleme bereiten.
    Dies ist der Zahn der Zeit, welcher mit den immer mehr werdenden Möglichkeiten durch die fortschreitende Technik zwar das Leben uns bequemer gestalten lässt und auch grossteils kolossal erleichtert, aber als Quittung die Beeinträchtigung der Umwelt im Hinblick der Natur uns beschert.
    Es ist dahingehend verdammt schwierig einen Mittelweg zu finden und diesen einzuschlagen, ohne Abstriche in unserer Lebensqualität in Kauf nehmen zu müssen.
    Ein Lichtblick ergibt sich in unmittelbar nächster Zeit, wenn die Technik umfassend die schädlichen Abgase unserer Autos überflüssig werden lässt, da eine zu erwartende Umrüstung unseres Fortbewegungsgerätes Auto diese elektrifiziert werden.
    Der Mensch erweckt in sich durch Forschung und dem Gebrauch sowie der Anwendung der erforderlichen Technik immer wieder ungeahnte Möglichkeiten, das Leben im Einklang mit der Natur in einem erträglichen Rahmen für Beide zu gestalten, dass eine einigermassen brauchbare Situation gegeben ist. Es darf nur das Eine dem Anderen nicht nachhinken, um ein erforderliches Gleichgewicht zu garantieren.
    Und so manchmal sind auch gewisse Kompromisse erforderlich, welche zu einer Überbrückung einer momentan vermeintlich unbrauchbaren Situation zwar dieser entgegen spricht, dies aber mittel- und langfristig wiederum zu einer erträglichen und brauchbaren Form des allseits erwünschten Lebens führt.
    Also schauma ah moi, des werd scho wern, dass passt. Am Schluss hots ollawei no ois wieder sei richtige Richtung griagt und de k`habt . Schliesslich sama mia Bayan und san in Bayan und net sonst irgndwo. Und in Bayan und mia Bayan hama ollawei no de Kurfn griagt und des ah ollaweih no rectzeitig, sodass fast nix in Grobm nei ganga is. Und wenn doch ahmoi, dann hamas hoit wieda aussazong.

  2. Da Schrall sagt:

    Nach circa 40 Jahr, Planung und Streit endlich!

    Grünes Licht für Bau der A94

    G o t t s e i d a n k

    mehr gibts dazu nicht zum sagen!

    Meiner Meinung nach!

    mfg

  3. Albrecht Sappel sagt:

    Zua de Beiträg Isental: Endli a gscheits Wort gegn Autowaan und Stimmen-geile boarische Regierung (korrubt wia zu Zeitn vo Josef Filser). Gscheids Denkn guit nix gegn vialeicht a poar tausnd Stimmen bei de nächstn Woin,
    und daß vialeicht de feddn Ärsch vo de Autofoarer(inna) a weng gschwinder vo Minga af Passau gfoarn wern. Da dafir werd a gschitzte Landschaft hi gmacht und de Bauern gärgert. Und dees oiss obwoi de Stregg iber de B 12 billiger waar. S Isental nutzt vialeicht bloß a poar Baugschäftn. Wer woaß, was de a Bardei (de mit C am Anfang) gspendet ham? Scheena Gruaß vom Sappel Albrecht

  4. Alfons Dremsa sagt:

    Wie sich aus dem Artikel der Bayernparteiseite http://landesverband.bayernpartei.de/ Thema „FFH – Flora, Fauna, HabiTOT?“ für einen Aussenstehenden im Hinblick auf die Unkenntnisse dieser Gegend ersehen lässt, ist die Bayernpartei gegen diese Trassenerstellung A 94, Isentalstrasse.
    Als informationshungriger Niederbayer erfährt man aus der Internetseite http://www.kanal8.de/default.aspx?ID=7526&showNews=890512 Zitat: „Das Isental gilt als eine der letzten unverbauten Flusslandschaften Bayerns.“ Zitat Ende!
    Trotzdem sind die Bürgermeister der betroffenen Orte Dorfens Bürgermeister Heinz Grundner, Lengdorfs Bürgermeisterin Gerlinde Sigl, Pastettens Bürgermeisterin Cornelia Vogelfänger usw. für die Erweiterung der Infrastruktur in ihrem Heimatgebiet eingenommen.
    Zitat: „Bedenken wegen der zu erwartenden Umweltschäden für das Isental spielen bei den Bürgermeistern meist nur eine untergeordnete Rolle.“ Zitat Ende!

    Wenn ich da zurück denke was der Rhein – Main – Donaukanal durch das Altmühltal führend bei den Naturschützern dieser Gegend für einen Aufruhr und Widerstand erbrachte und wenn man sich dann heute die dortige Landschaft (der Kanal wunderschön in die Natur integriert und der Altmühl möglichst naturbelassend einbebettet) betrachtet, dann erbringt dies zwangsläufig den Verdacht mit sich, die sich selbst hochtrabend bezeichnenden Naturschützer, oftmals bestehend aus fanatische Parteimitglieder der „Die Grünen“, der ÖDP und noch so einige sich der Natur angeblich verpflichtenden „zänkischen“ Bürger, bringen den Widerstand um des Widerstandes Willen ein.
    Es spielen da oftmals parteipolitische Gründe im Vordergrund eine grosse Rolle nach dem Motto: „ist die bayerische Staatsregierung mit der CSU dafür, müssen wir ja zwangsläufig dagegen sein. Das ist hauptsächlich unsere Aufgabe als „pflichterfüllende“ Opposition!“

    Wie ich schon Eingangs erwähnte bin ich mit meinem Wissen kein Insider, da ich mit dieser Gegend nicht vertraut bin.
    Aber im Hinblick einer oftmals nachfolgenden Bestätigung der Grundlage in Bezug meines schon häufig erlebten eigenen Verdachtes in dieser und ähnlicher Hinsicht kann ich nur dazu sagen: „Ich moan hoit und ma red ja blos!“

  5. DaWoidda sagt:

    Welch niedrigen Stellenwert der Naturschutz für die CSU einnimmt, sieht man auch am Beispiel des Fauna-Flora-Habitats auf dem Gelände des ehemaligen Militärflughafens Fürstenfeldbruck. Dort hat Landtagsvizepräsident Bocklet durchgedrückt, daß 240 ha Naturschutzgebiet zerschnitten und zerstört werden, damit BMW Teststrecken und Rundkurse bauen kann. Alle Rechtsmittel gegen dieses Vorgehen wurden vom VGH, zufällig vom selben Richter abgewiesen, der auch über die Isentaltrasse urteilte. Die FFB-Flughafenbetreibergesellschaft hat gegen diese “Entwicklung” eine Normenkontrollklage eingereicht.

    Die Fraktion der sogenannten Grünen im Maisacher Gemeinderat stimmte der Zerstörung des Naturschutzgebiets auf dem Gemeindegebiet ausdrücklich zu. Wer sind jetzt die größeren Opportunisten, die CSU oder die sogenannten Grünen?

  6. Alfons Dremsa sagt:

    Die Grünen nennen sich die Grünen weil sie sich selbst darüber vollkommen bewusst sind, dass sie politisch gesehen noch arg grün hinter ihren Ohren sind, was lediglich mit einem hautfarbenen Puder “übertüncht” wird.
    Die Farbe grün ihres Parteinamens betreffend hat dabei nicht viel mit der Natur zu tun, auch wenn sie anfangs immer mit Sonnenblumen in ihren Händen rumgelaufen sind.
    Und das Grün muss auch mehr die Farbe rot verdecken.
    Es ist nur nicht nachvollziehbar, dass so viele Bürger Bayerns auf diese Exoten herein fallen.

  7. Da Marcus sagt:

    @Alfons Dremsa
    die Verwendung des Wortes ‘wunderschön’ im Zusammenhang mit dem Rhein – Main – Donaukanal halte ich für völlig falsch.
    Des Ding is a Graus, wo imma mas oschaud, egal in weicham Gai.
    Was für eine Steigerungsform des Wortes ‘wunderschön’ verwenden Sie denn für einen natürlich belassenen Flusslauf?

    Grundsätzlich fällt mir zu derartigen Themen nur noch ein, dass …
    aso ausschaud, ois ob mia easd dann mid unsam Bauwahn aufhean daan … wenn Bayern unda ana Meddadiggn Bedonschichd vaschwundn is …’.

    Wiavui vo dem, wos unsa Land ausmachd, woi ma denn no kabudd macha … mia baun zua wos grod ged.

    Weiß-Blaue Grüße
    Da Marcus
    Freiheit für Bayern

  8. Alfons Dremsa sagt:

    @ Marcus …… wenn ich das Teilstück vom Rhein-Main-Donaukanal zwischen Kelheim und Riedenburg so betrachte, sehe ich nicht viel wenn überhaupt einen Unterschied zur Altmühl in ihrer früheren Form.
    Wenn man immer die Natur als Hemmschuh für Fortschritt ins Gespräch bringt, dann hätten viele Dörfer und Ortschaften in unserer Landschaft nicht entstehen dürfen.
    Schon in der Bibel steht: “Macht euch die Erde untertan!”
    Unabhängig jetzt davon inwieweit man ein gläubiger Christ ist oder nicht, erfordert eben der Bestand der Menschheit gewisse Eingriffe in die Natur.
    Und solange dies in einem vertretbaren Rahmen geschieht, wobei hier die Ansichtspunkte unterschiedlicher Art sind, wird die Natur schon fertig damit.
    Fortschritt erfordert auch Opfer und ohne den Fortschritt wäre die Menschheit in ihrer Evolutionsgeschichte beim Primaten stehen geblieben.
    Das Gesicht unserer Erde hat sich in ihrer Geschichte schon oftmals verändert, so war die Sahara einmal eine blühende Landschaft, Flüsse haben in der Vergangenheit selbstständig ihren Lauf verändert, usw. Darauf hat der Mensch nun wirklich keinen Einfluss genommen.
    Nur so Panikmacher wie „Die Grünen“ und die ÖDP benutzen die Kritik an den oftmals erforderlichen Eingriffen in die Natur durch den Menschen zu ihrer Profilierung und betätigen sich als Unheilsverkünder, um so ihre Daseinsberechtigung in der Politik als sich selbsternannte Hüter der Natur und somit der Menschheit auf ihre Fahnen zu malen.
    Und das Schlimme dabei ist, sie machen mit ihren Thesen viele Bürger total verrückt und haben damit sogar auch noch Erfolg.
    Ein moderater Umgang mit der Natur ist eine Selbstverständlichkeit, denn der Mensch braucht die Natur im Gegensatz zur Natur, welche den Menschen nicht braucht.
    Und wenn die Menschen sich an der Natur versündigen, sei gewiss, die Natur rächt sich dann schon.

  9. Da Marcus sagt:

    @Alfons Dremsa

    Du sagst, dass die Natur schon damit fertig wird und wenn wir uns an ihr versündigen, dann wird sie sich schon rächen … :O) … wir machen uns frei von jedweder Verantwortung … und wir glauben, dass wir nichts endgültig zerstören können … sehr lustig.

    Kürzlich hab ich gelesen, dass in Bayern jeden Tag (!) für Bauprojekte und Straßen eine Fläche von – rundummadum – 20 Fußballfelder versiegelt wird.
    Aber ‘die Natur wird sich schon rächen’ … :O) … großartig.

    Nix fia unguad … ma ko dafia oda dagegn sei … aba Dei Argumentation fia des Projekt vaschde i ned …

    Sogor de Autobahndirektion-Gutachter homm gschriem, dass de Trasse Haag (B12) Vorteile hat (kosd weniga, koa Bauernland wead ausananda grissen und d’Natur wead a weniga kabutt gmacht …).

    Du schreibst
    ‘… mia Bayan hama ollawei no de Kurfn griagt und des ah ollaweih no rechtzeitig …’
    jeggal, i glaab des ned (sunsd war Bayan z.B. heid frei), mia Boarn homm a ofd gnua de Kurvn scho ned griagd … i hoff aba Du hosd wenigsdns fia Zukunfd rechd …

    Viele Grüße
    Da Marcus
    Freiheit für Bayern … und gegen die Zerstörung vom Isental

  10. Alfons Dremsa sagt:

    @ Da Marcus,
    wie ich schon erwähnte, kenne ich die Gegend des Isentals nicht und kann mir auch demzufolge kein Bild davon machen, in welchem Ausmass dort die Natur beeinträchtigt wird wenn diese Strassentrasse gebaut werden sollte.
    Einerseits wird bei uns die Natur immer bejammert und dann sieht man wieder Mono – Kulturen in der Landwirtschaft, Monoanbau von Mais für Biogasanlagen, soweit das Auge reicht.
    Wie ich vor kurzem in einem Stammtischgespräch in Erfahrung brachte, wird auch schon der Zuckerrüben- und Getreideanbau in erster Linie grossteils für wiedererneuerbare Energien zweckentfremdet in Biogasanlagen verwendet und ist nicht mehr zur Nahrungserzeugung gedacht.
    Nahrungsmittel für unseren Verbrauch führen wir über weite Transportwege billigst von Ländern ein, welche dafür in grossen Flächen den Regenwald abholzen, da bei uns mit immer höheren Energiekosten für den Verbraucher, Lebensmittel für Energie in Form von elektr. Strom benötigt werden.
    Ist dies nicht schizophren im höchsten Ausmass?
    Nur weil diese Lebensmittel als Biomaterial für die Alternativenergieerzeugung durch staatlich gelenkte Subventionen die Erzeuger auf Kosten der Stromverbraucher bedeutend mehr finanzielle Einnahmen ermöglichen?
    In Mexiko z.B. hat sich Mais, das Grundnahrungsmittel für die arme Bevölkerung des Landes im Preis mehr als verdoppelt, nur weil die USA Mais in Unmengen aus Mexiko für ihre Biogasanlagen importieren.
    Auf unserer Erde hungern ca 1 Milliarde Menschen und jedes Jahr sterben in etwa 8,8 Millionen davon an Hunger, hauptsächlich Kinder, was einem Todesfall von alle 3 Sekunden entspricht.
    Und wir energiehungrige Menschen der reichen Länder verwenden die für diese Welt so nötigen Nahrungsmittel zweckentfremdet für Biogasanlagen.

    Was verstehen wir unter Natur?
    Was bedeutet für uns Menschen die Natur?
    Die Natur ist nicht nur im Isental und auch nicht nur in Deutschland vorzufinden.
    Es hat über 100 Millionen Jahre gedauert, bis der Regenwald in seiner ganzen Pracht und seinem Artenreichtum geschaffen war. Der Menschheit jedoch ist es gelungen, innerhalb von 40 Jahren ca. die Hälfte des Regenwaldbestandes zu zerstören. Doch dies bleibt nicht ohne Folgen, da 90 % der weltweit existierenden Flora und Fauna nur im Regenwald vorzufinden ist. Durch die Abholzung wird in den Tropen immer mehr die Lebensgrundlage für die Tier- und Pflanzenarten verschwinden und das Klima ändert sich weltweit, sollte diesem Treiben nicht umgehenst Einhalt geboten werden.
    Jährlich gehen 125.000 km² Tropenwald verloren, ein täglicher Verlust von ca. 34.000 Hektar.
    Deutschland hat eine Fläche von ca 360 000 km², also geht demnach jährlich etwas mehr als ein Drittel der Gesamtfläche Deutschlands verloren.

    Ist dies nicht Natur?
    Und wer klagt dies an?
    Wer regt sich da dagegen auf?

    Ich bin kein „Grüner“, der Herrgott bewahre mich vor diesen Leuten welche in einer Partei zusammen gerottet sich „Die Grünen“ und „ÖDP“ nennen und politisch so tun als wären sie die Hüter und Heilsbringer der Natur. Welche die Natur lediglich namentlich als eine Alibifunktion missbrauchen, um ihre politischen Machtgelüste auszuleben.
    Ich bin ein Bürger Bayerns, welcher die Natur wohlweislich im Auge hat und sich wie jeder vernünftige Mensch für eine möglichst unbeschadete Natur einsetzt im Einvernehmen der Bedürfnisse der Bevölkerung.

  11. Da Marcus sagt:

    @Alfons Dremsa
    *** Fettschrift ein*
    Ich geb Dir recht. Ein Saustall wo man hinschaut.
    *** Fettschrift aus*

    Ich geb Dir auch recht mit Deiner Aussage zu den Grünen … Gott bewahre.
    Wobei … manchmal stimmt meine Meinung halt dann doch mit der Meinung von denen überein (siehe Isental).
    Aber Gott sei dank stimmt sie in diesem Punkt auch mit der Meinung der Bayernpartei überein :O) … zumindest glaab i des.

    In Bayern können wir nicht nur vor unserer Haustüre kehren, sondern direkt im Haus.
    In Bayern müssen wir zuerst schauen, dass die Sachen in die richtige Richtung laufen, do samma dahoam.
    Wenn man 2 Alternativen hat, und eine davon ist einfach besser … dann nehme ich immer die Bessere.
    Im Fall vom Isental scheinen unserer Volksvertreter (i lach a weng) sich (m.E.) auf die schlechtere Variante zu fixieren.

    In der Hoffnung dass irgendwann mal eine Sammlung europäischer Außenminister, Entwicklungsminister, Sonstwasminister – inklusive einem bayrischen Außenminister, Entwicklungsminister, Sonstwasminister (die dann mit gutem Beispiel vorangehen können :O) – ihren Einfluss geltend machen und die von Dir angesprochenen Dinge (Biogas, Regenwald …) angehen, verbessern und im besten Fall beheben.
    Aber ich halte das für eine Utopie.
    Das mit der Sammlung europäischer Minister, die ihren Einfluss geltend machen halte ich für eine Utopie, nicht das mit den bayrischen Ministern!
    Der Punkt ist z.B. folgender … unter dem Ecuadorianischen Regenwäldern lagern unerschlossene große Erdölvorkommen.
    Und wir wissen doch … wo Erdöl ist, da geht es um viel Geld … und wo es um Geld geht, da gibt es keine anderen Interssen mehr.

    Womit ich wieder beim Isental bin … immer mehr Straßen stehen nicht für wirtschaftlichen Fortschritt, auch wenns vo manche aso gsogd wead. Insbesondere ned, wenns die falschen Straßen sind.

    Schee daas ma dischkriern … :O)

    Weiß-Blaue Grüße
    Da Marcus
    Freiheit Für Bayern