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Bayernpartei fordert Umdenken in Schlachthöfen

Die jüngsten Missstände im Schlachtbetrieb haben die Bayernpartei veranlasst, Änderungen in diesem Bereich zu fordern. Notwendig seien sowohl eine Regionalisierung als auch eine Rückbesinnung auf eine bäuerliche Landwirtschaft. Auch das EU-weite Verbot schneller Tötungsmethoden soll auf den Prüfstand kommen.

Aktuellen Medienberichten ist zu entnehmen, dass die Behandlung von Schlachtvieh oftmals den modernen Ansprüchen an eine tiergerechte Landwirtschaft nicht genügt. Die Betäubung von Rindern und Schweinen durch Bolzenschussgeräte ist oft nicht so effektiv, dass ein schmerzloses Schlachten gewährleistet ist. Viele Tiere bluten bei vollem Bewusstsein aus oder sind gar beim Zerlegen noch am Leben.

„Es geht nicht darum, dass wir alle Vegetarier werden“, so Florian Weber, Landesvorsitzender der Bayernpartei und langjähriger Vorsitzender des Regensburger Tierschutzvereins. „Aber die Verantwortung des Menschen gegenüber der Schöpfung bedeutet auch, dass wir, wenn wir Tiere töten müssen, dies möglichst human tun.“

Ein erster Schritt in die richtige Richtung sei die vermehrte Einführung regionaler Schlachthöfe. Dies würde auch einen anderen Aspekt, die oft quälend langen Tiertransporte, lösen. Zudem herrsche in der traditionellen bäuerlichen Landwirtschaft noch ein größerer Respekt vor der Kreatur. Der Trend gehe aber leider immer mehr in die Richtung zentraler und industrieller Tiertötungsfabriken. Weber: „Wer mit den Tieren aufgewachsen ist und den Beruf hoffentlich auch als Berufung empfindet, der wird sich eher um eine anständige Vorgehensweise bemühen als jemand, der nur am Fließband seine Arbeit macht.“

Zudem will sich die Bayernpartei dafür einsetzen, dass die „Rückenmarkszerstörung“ neu überdacht wird. Mit dieser Methode wurde jahrzehntelang sichergestellt, dass eine gezielte Unterbrechung der Nervenbahnen zu einer sofortigen Bewusstlosigkeit führt. Im Jahr 2001 wurde dies durch die Europäische Union aus Angst vor BSE-Übertragung verboten; Experten bezweifeln jedoch die Wirksamkeit dieser Maßnahme. Daher wird sich die BP im Rahmen ihrer Europäischen Partnerparteien der European Free Alliance für eine erneute Prüfung einsetzen.

2 Reaktionen zu “Bayernpartei fordert Umdenken in Schlachthöfen”

  1. DaWoidda

    Der Normalbürger erfährt viel zu wenig über die Zustände während des Viehtransports und in den Schlachthöfen, weil das Thema für die Massenmedien nicht „sexy“ genug ist. Jede politische Partei sollte daher die Arbeit der Tierschutzverbände unterstützen. Daß hier eine relativ kleine Partei wie die Bayernpartei die Angelegenheit nach Brüssel tragen muß, ist ein Armutszeugnis für die großen Parteien und die Regierung.

  2. Schmidt

    Sehr schön, dass es im Rahmen der EFA möglich ist, so einen positiven Beschlussantrag einzubringen.