Bayernpartei verurteilt Ausweitung des Afghanistan-Einsatzes
In der neuen „Taschenkarten“-Dienstanweisung der Bundeswehr, nach der Soldaten in Afghanistan auch auf flüchtende Terroristen schießen dürfen, sieht die Bayernpartei eine Eskalation des Einsatzes. Man befinde sich dort in einem Krieg, aus dem die Soldaten schnellstmöglich abgezogen werden sollen.
Peter Fendt, stv. Landesvorsitzender und Direktkandidat zum Bundestag für das Ostallgäu, erklärt hierzu: „Wer auf fliehende Gegner schießt, der verläßt die Grenzen der Notwehr. Es geht hier nicht mehr darum, sich gegen Angriffe zu verteidigen und die Zivilbevölkerung zu schützen. Das ist, trotz aller gegenteiligen Beteuerungen, einwandfrei die Logik des Krieges, nach der der Feind geschwächt und unschädlich gemacht werden soll, nach der es nur noch um den militärischen Sieg geht.
Dabei sollten wir vielmehr froh sein, daß die allermeisten Bayern den Krieg nur noch aus den Erzählungen der Eltern- und Großelterngeneration kennen. Die Schrecken der gescheiterten deutschen Welteroberungsphantasien haben Millionen Tote gekostet, unser Land ruiniert und verwüstet und beeinflussen unsere Politik noch heute.
Hieraus sollten wir lernen und uns nicht ohne Not – sei es auch mit den besten Absichten – in fremde Konflikte einmischen und diese kriegerisch lösen wollen. Ein Europa der Regionen mit eigenständigen, kleineren Staaten, wie es die Bayernpartei schon immer anstrebt, hätte blinden Nationalismus machthungriger Großreiche und das Unheil der Weltkriege mit Sicherheit verhindert. Über den eigenen Tellerrand zu schauen, Zusammenarbeit und gegenseitige Hilfe anzubieten, das unterstützt auch die Bayernpartei.
Aber dabei muss immer gelten: Kein Blut bayerischer Soldaten für die Schlachtfelder dieser Welt!“



