Sigmar Gabriels unnötige Fernreisen
Der von Bundesumweltminister Sigmar Gabriel geforderte Verzicht der Bürger auf „unnötige“ Fernreisen wird von der Bayernpartei als zynisch kritisiert. Insbesondere dürfe der Gedanke des Umweltschutzes nicht dazu verwendet werden, den Menschen ein schlechtes Gewissen zu machen und sie zu bevormunden.
Bild: pixelio.de, Konstantin Zachmann.
Der Appell Sigmar Gabriels an die Deutschen, auf Fernreisen zu verzichten, ist aus Sicht der Bayernpartei unverschämt und zynisch. Wenn die Bürger sich einen Urlaub oft über längere Zeit erarbeiten und ersparen, dann haben sie auch ein Recht darauf, ihre Ferien dort zu verbringen, wo sie wollen. Wer solche Reisen als „unnötig“ brandmarkt, zeigt seinen mangelnden Respekt für die arbeitende Bevölkerung; denn die Flugbereitschaft der Luftwaffe nutzt der Bundesumweltminister selbst relativ ungeniert.
Natürlich unterstützt auch die Bayernpartei jede Bestrebung, die Zahl der Urlauber im bayerischen Inland möglichst zu erhöhen. Trotzdem muß man aber auch Verständnis für jeden haben, der sich lieber an den Strand unter Palmen legt. In einer freiheitlichen Gesellschaft darf sich der Staat jedenfalls nicht derart in die private Lebensgestaltung seiner Bürger einmischen.
Bild: pixelio.de, Melani Schaller.
Fatal ist es auch, wenn der Umweltschutz zu immer mehr Verboten, Schikanen und Mahnungen mißbraucht wird. Denn ernsthaft kann es niemandem um den Klimaschutz gehen, zumal der gesamte europäische Luftverkehr nicht einmal ein halbes Prozent der weltweiten CO2-Emissionen ausmacht; jeder kann sich ausrechnen, welcher unbedeutende Bruchteil hiervon durch die von Herrn Gabriel gemutmaßten Fernreisen wirklich verursacht wird.
Statt als erstes damit anzufangen, den Bürgern einen Teil ihrer Lebensqualität zu nehmen, sollte man beispielsweise die Steuerbefreiung für das Flugzeugbenzin Kerosin überdenken. Im Gegensatz zu den Fluggesellschaften zahlt nämlich jeder Autofahrer für seinen Spritverbrauch Mehrwertsteuer und Mineralölsteuer – und Mehrwertsteuer auf die Mineralölsteuer.



